Atomkraftwerke:

"Es sah dramatischer aus, als es war"

Nach einem Brand und einem Kurzschluss sind gestern die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein abgeschaltet worden.

Auf dem Gelände des Meilers Krümmel in Geesthacht östlich von Hamburg brach gegen 15 Uhr in einer großen Trafostation ein Feuer aus, das am späten Nachmittag gelöscht war. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatte sich Kühlflüssigkeit entzündet. Eine Gefahr für den Nuklearbereich bestand nach Angaben des Betreibers Vattenfall Europe nicht. Die Bevölkerung war nach Angaben des Landessozialministeriums nicht gefährdet. Verletzte gab es nicht.

Der Reaktor wurde automatisch heruntergefahren. Die Ursache der Entzündung war bis zum Abend unklar. Gegen 13 Uhr war zuvor das Atomkraftwerk Brunsbüttel an der Unterelbe nach einem Kurzschluss in einer Schaltanlage heruntergefahren und vom Netz getrennt worden. Nach Angaben der Polizei fielen in Hamburg kurzzeitig 800 Ampeln kurzfristig aus. Gut 100 Feuerwehrleute bekämpften den Brand im Atomkraftwerk Krümmel. "Es sah dramatischer aus, als es offenbar war", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Geesthacht. Wann die beiden Atommeiler wieder an Netz gehen, war bis gestern noch unklar.

Im letzten Jahr wurden in Krümmel 15 "meldepflichtige Ereignisse" registriert, bestätigte der Betreiber. Der 1984 in Betrieb gegangene Meiler gehört damit zu den störanfälligsten Deutschlands.

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