Deutsche an der Costa Brava inhaftiert:

Flashmob löst Massenpanik aus

Über soziale Netzwerke hatten sie sich verabredet. Sie wollten als angebliche Promi-Fotografen durch den spanischen Urlaubsort rennen. Doch plötzlich wurde die Lage unübersichtlich.

Die Costa Brava an der katalanischen Mittelmeerküste ist seit Jahrzehnten eine Touristenhochburg.
epa Robin Townsend Die Costa Brava an der katalanischen Mittelmeerküste ist seit Jahrzehnten eine Touristenhochburg.

Ein von mehreren Deutschen organisierter Flashmob mit etwa 200 Teilnehmern hat im spanischen Urlaubsort Platja d'Aro an der Costa Brava eine Massenpanik ausgelöst. Grund: Zahlreiche Anwohner und Urlauber dachten, bei der am späten Dienstagabend schreiend durch den Ort rennenden Menge handele es sich um Terroristen.

In Wirklichkeit habe sich Gruppe aber zuvor über soziale Netzwerke formiert und scherzhaft simuliert, als „Paparazzi“ mit Fotoapparaten ausgestattet eine berühmte Person zu verfolgen, berichtete die Zeitung „El País“ am Mittwoch.

Viele ahnungslose Menschen, die die Szene von Cafés aus beobachteten, hätten die Kameras und Selfie-Sticks irrtümlich für Waffen gehalten und seien in Panik in alle Richtungen geflohen, hieß es. Der Polizei sei es nur mit Mühe gelungen, das Chaos wieder unter Kontrolle zu bringen. Fünf Deutsche, die mit der Organisation des Flashmobs in Zusammenhang stehen sollen, seien festgenommen worden, so die Zeitung „El Mundo“. Ihnen werde Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen.

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