Kleiderordnung im Beruf:

Frauen machen gegen High-Heels-Zwang mobil

Großbritannien führt eine leidenschaftliche Debatte über Stöckelschuhe. Angefangen hat es mit dem neuen Job einer jungen Frau.

Flache oder hohe Schuhe - darüber ist in Großbritannien ein Streit entbrannt.
Wolfgang Kumm Flache oder hohe Schuhe - darüber ist in Großbritannien ein Streit entbrannt.

Die Mitarbeiterin einer Zeitarbeitsfirma in London hat sich an die Öffentlichkeit gewandt, weil sie ohne Stöckelschuhe nicht arbeiten durfte. Die 27 Jahre alte Nicola Thorp sagte der BBC am Mittwoch, sie sei ohne Bezahlung nach Hause geschickt worden, weil sie sich weigerte, neun Stunden lang mit High Heels am Empfang eines Finanzdienstleisters in London zu stehen. "Abgesehen davon, dass es anstrengend ist, geht es um den Sexismus. Ich denke, Firmen sollten ihre weiblichen Mitarbeiter nicht dazu zwingen", sagte Thorp dem Bericht zufolge.

Ihr Arbeitgeber, die Zeitarbeitsfirma Portico verteidigte ihr Vorgehen laut BBC. Es sei "gängige Praxis", Mitarbeitern eine Kleiderordnung vorzuschreiben. Man werde die Richtlinien aber überprüfen.

In Großbritannien dürfen Arbeitgeber weiblichen und männlichen Angestellten unterschiedliche Kleiderordnungen vorschreiben, solange ein "gleiches Maß an Eleganz" gefordert wird. Thorp hat inzwischen rund 140 000 Unterschriften gesammelt, um eine Gesetzesänderung zu erwirken. Der Vorfall ereignete sich bereits im Dezember.

Sind Stöckelschuhe heute noch zeitgemäß? Was meinen Sie?

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