Liebe über den Tod hinaus:

Gemeinsame Friedhöfe für Mensch und Tier ab Sommer

Einst geschätzt, weil sie das Haus frei von Mäusen und Eindringlingen hielten, werden Katze und Hund heute vor allem eines: geliebt. Manche darunter mehr, als jeder Mensch.

Einst geschätzt, weil sie das Haus frei von Mäusen hielt, wird die Katze heute vor allem eines: geliebt.
Patrick Pleul Einst geschätzt, weil sie das Haus frei von Mäusen hielt, wird die Katze heute vor allem eines: geliebt.

Auf speziell ausgewiesenen Friedhöfen können sich von diesem Sommer an Tierbesitzer gemeinsam mit ihrem Liebling bestatten lassen. Diese Möglichkeit der Beisetzung gebe es zunächst auf Urnenfeldern in Essen und Braubach bei Koblenz in Rheinland-Pfalz, kündigte die Deutsche Friedhofsgesellschaft an.

In vielen Haushalten stünden bereits Tierurnen. Hinterbliebene könnten nun im Trauerfall erstmals für eine gemeinsame Beisetzung sorgen. Doch trotz aller Tierliebe: Die Überführung und Einäscherung erfolge immer streng getrennt nach Mensch und Tier.

Ab Juni sollen die ersten eigens dafür ausgewiesenen Friedhöfe eingeweiht werden. Das Angebot zeige die Dynamik, die aktuell das Bestattungswesen präge, erklärte Michael C. Albrecht vom Verband der Friedhofsverwalter. Er verwies auf gesetzliche Vorgaben zu Human- und Tierbestattungen. "Wir haben eine Möglichkeit gefunden, dies rechtlich einwandfrei zu lösen", sagte Wilhelm Brandt von der Deutschen Friedhofsgesellschaft.