Riesenschlangen, Skorpione, Schnappschildkröten:

Giftige Exoten im Wohnzimmer

Der bunte Papagei muss angemeldet werden – Skorpione und Giftschlangen dagegen nicht unbedingt.

Die Schnappschildkröte im Badesee. Eine giftige Schlange, die durch den Vorgarten kriecht. Eine Vogelspinne auf dem Beifahrersitz. Exotische Tiere sorgen für Schlagzeilen, wenn sie an Orten auftauchen, wo sie eigentlich nicht hingehören. Die Tiere sind entweder ausgebüxt oder von ihren Besitzern ausgesetzt worden, weil diese mit der Pflege überfordert sind. Absolute Zahlen, wie viele exotische Tiere von Privatleuten gehalten werden, sind schwer zu ermitteln. „Es sind nur Tiere meldepflichtig, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen unter Schutz gestellt sind“, erklärt Frank Plücken vom Brandenburger Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Und weil Skorpione und manche Giftschlangen nicht unter dieses Abkommen fallen, müssten sie nicht angemeldet werden. Eine ähnliche Regelung gilt in Mecklenburg-Vorpommern. „Es wird aber darüber nachgedacht, dies zu ändern“, teilte die Sprecherin des Umweltministeriums mit. Gelangen die Exoten in die Freiheit sind sie meist ein Fall für die Feuerwehr. Die Neubrandenburger Brandschützer haben sogar ein spezielles Team, dass ausgebüxte Tiere wieder einfängt.