Klinik eingenommen:

Großangriff der Taliban in Kundus

Die Taliban haben eine Offensive gegen die nordafghanische Provinzhauptstadt Kundus begonnen und dabei erste Regierungsgebäude eingenommen.

Afghanischen Streitkräften müssen sich in Kundus gegen einen Angriff der Taliban wehren.
Jawed Kargar Afghanischen Streitkräften müssen sich in Kundus gegen einen Angriff der Taliban wehren.

"Bislang ist es ihnen gelungen, das Provinzratsgebäude in Kundus einzunehmen, was jetzt ihre Front ist", sagte Provinzratsmitglied Ghulam Rabbani Rabbani am Montag.

"Sie haben auch das öffentliche Krankenhaus mit seinen 200 Betten eingenommen und dringen in Richtung der Provinz-Universität vor." Rund 120 Sondereinsatzkräfte seien auf dem Weg in die Stadt, um sich dem Kampf gegen die Taliban anzuschließen.

Ein Regierungsmitarbeiter in Kundus-Stadt, der anonym bleiben wollte, sagte: "Einige Polizeiposten in der Stadt sind ebenfalls eingenommen worden. Taliban-Kämpfer mit ihren Waffen sind überall in der Stadt. Viele Menschen fliehen in Richtung des Flughafens, der etwas sicherer ist."

Bundeswehr war bis 2013 in Kundus

In der Nähe des Flughafens außerhalb der Stadt unterhielt die Bundeswehr bis vor ihrem Abzug vor zwei Jahren ein Feldlager. Provinz-Polizeisprecher Sajed Sarwar Hussaini sagte, die Stadt sei am Morgen aus mehreren Richtungen koordiniert angegriffen worden. "Wir haben Luftunterstützung angefordert."

Die Taliban riefen Zivilisten dazu auf, bis zum Ende der Kämpfe in ihren Häusern zu bleiben. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid teilte über Twitter mit, in dem eingenommenen Krankenhaus suchten Taliban-Kämpfer nach "verwundeten feindlichen Soldaten". Einige Polizisten seien gefangen genommen worden. Die Taliban hätten Fahrzeuge und Waffen erobert und setzten ihren Vormarsch fort.

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