Verrückte Sportart:

In der Wanne mit den „Fliegenden Badehosen“

Sie starten als Kühe, Wikinger oder Babys: Bei der Europameisterschaft im Badewannenrennen zählt vor allem eines.

Volle Kanne mit der Wanne! Beim Badewannenrennen gingen verrückte Paddel-Künstler an den Start.
Peter Steffen Volle Kanne mit der Wanne! Beim Badewannenrennen gingen verrückte Paddel-Künstler an den Start.

Die Wanne als Rennboot: Beim Start der Europameisterschaft im Badewannenrennen am Samstag in Wolfsburg drängeln sich rund 80 Teams im Hallenbad und warten auf ihren Auftritt. Durch die Schwimmhalle dröhnt die Musik des Piratenfilms „Fluch der Karibik“ am Beckenrand schwimmen die Badewannen startklar im Wasser.

Die Teilnehmer der Europameisterschaft an diesem Wochenende kommen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien, Luxemburg und der Schweiz. Aber nicht nur die schnellsten Teams sind beim großen Finale dabei. Auch die am verrücktesten kostümierten Teilnehmer haben sich qualifiziert.

Österreicher und Italiener gehen baden

Ein Team besteht jeweils aus einem Wannenkapitän und einem Matrosen. Christoph und Christian aus Österreich sind das Team „Die fliegenden Badehosen“. Sie haben kein Glück und kentern mit ihrer Wanne, die beiden müssen zurück schwimmen. „Österreich geht baden“, ruft Moderator und Organisator Rainer Braun ins Mikrofon. Doch die Herren aus Ebbs bei Kufstein nehmen es mit Humor: „Es geht uns um Spaß, wir machen hier ein Männerwochenende“, sagt der 42-Jährige Christian. Aus einer Bierlaune heraus haben sie sich beim Dorfabend für die Teilnahme und sind siebeneinhalb Stunden lang mit dem Zug nach Wolfsburg gefahren.

Noch länger haben die beiden Südtiroler Patrick und Rony im Zug gesessen. Sie sind aus dem Passeiertal in Italien angereist und als echte Tiroler Kühe verkleidet in die Rennwanne gestiegen. Doch die beiden Italiener sind ebenfalls zu langsam und scheiden aus. Jubelnd steigen hingegen die „Babys“ aus der Wanne: Maike und Janina im süßen rosa Strampelanzug mit Babymützchen sind eine Runde weiter. Die beiden jungen Frauen aus dem bayerischen Xanten sind allerdings schon Profis. Sie waren bereits im vergangenen Jahr bei der Deutschen Meisterschaft im Badewannenrennen dabei.

Die Teilnehmer haben sich mit ihren Kostümen viel Mühe gegeben: Im Hallenbad tummeln sich auch noch Wikinger, Eingeborene in bunten Baströckchen, Piraten mit Messern und schwarzem Stirnband sowie „die Hausfrauen“ Simon und Christof im fetzigen Bikini. Das Siegerteam dieser ungewöhnlichen Europameisterschaft erhält am Sonntag ein Preisgeld von 2000 Euro. Doch für die Teams zählt vor allem eines: Dabei sein und Spaß haben.

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