ITU World Championship Series:

Kampf um die Triathlon-Krone

Abschlussspektakel in der Donau-Metropole.

Mit Anja Dittmer vom SC Neubrandenburg und Sebastian Rank (Rostock) stehen zwei Mecklenburger Triathleten im Aufgebot der Deutschen Triathlon Union für das Grand Final der ITU World Championship Series am kommenden Wochenende in Budapest. Das Duo nimmt in der Zwischenwertung die Ränge 19 und 23 ein. Anja Dittmer, zuletzt bei der Weltmeisterschaft der ITU auf der Sprintdistanz in Lausanne Zehnte, peilt nach insgesamt recht durchwachsener Saison im Rennen über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen einen versöhnlichen Abschluss der Rennserie an. "Ich möchte meine Position als beste Deutsche verteidigen", gab sie als Minimalziel aus. Bei den Männern ist der Saarbrücker Jan Frodeno (2910 Punkte) der große Favorit auf den Gesamtsieg. Bei den Frauen führt Emma Moffatt (Australien, 2696) vor Andrea Hewitt (Neuseeland, 2644).

Neben der Elite ermitteln auch die U23 und die Junioren ihre Weltmeister. Im illustren Feld, das 750 Meter schwimmen, 20 Kilometer Rad fahren und fünf Kilometer laufen muss, befinden sich mit Marie-Luise Klietz und Danny Friese auch zwei Junior-Triathleten vom Viertorestädter Club. Zwei junge Kader, beide in Klasse 13 am Neubrandenburger Sportgymnasium, die Trainer Frank Heimerdinger als "besonders ehrgeizig und zielorientiert" beurteilt. Ohne diese Charaktereigenschaft hätte gerade Friese die WM-Qualifikation wohl nicht geschafft. Denn eine hartnäckige Knochenhautentzündung im rechten Fuß warf den 18-Jährigen in dieser Saison immer wieder zurück. "Wir sind hohes Risiko gegangen und haben die Belastung wegen der Verletzung zurückgeschraubt, uns voll auf die Deutsche Meisterschaft, also die WM-Quali konzentriert", erklärt Coach Heimerdinger. "Und zwischenzeitlich in Kauf genommen, dass bei der EM eben - in Anführung - nur Platz 21 herauskam."

Die Taktik ging auf. Friese wurde nationaler Champion der Junioren und sicherte sich damit die Fahrkarte nach Budapest. Nebenbei: Von vornherein war klar, dass nur Platz eins die Reise nach Ungarn möglich machen würde. Der junge Bursche hielt dem Druck stand. Und der gebürtige Neubrandenburger fährt gesund und schmerzfrei zur WM. "Dafür ein großes Dankeschön an Doktor Bodo Seidel und Kenneth Schuldt, stellvertretend für die Physiotherapie im Haus des Sports. Ohne deren Hilfe, ihre sehr gute Arbeit, die ausgezeichnete Zusammenarbeit wäre ich jetzt nicht so weit", betont Friese. Das Traumziel des laufstarken Athleten ist ein WM-Platz unter den Top 15.

Dort will auch Marie-Luise Klietz hin, die vor allem beim Schwimmen und Radfahren auftrumpfen kann. Zuweilen standen bei der Saalfelderin, für die 19-Jährige ist es das letzte Juniorenjahr, Trainingsergebnisse und Wettkampfresultate im sanften Widerspruch. Der Durchbruch gelang 2010. "Die Meisterschaft war sozusagen das Schlüsselerlebnis", sagt Heimerdinger. "Da hat sie alles das gebracht, was sie wirklich kann, sich den Vizetitel und das Budapest-Ticket gesichert."

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