Urteil gefallen:

Lebenslänglich für den Baby-Quäler

Der Vater gibt seinem Kind nachts die Flasche. Als der kleine Leo weint, beschließt der eifersüchtige Mann, das Kind zu töten. Vorher quält er es stundenlang. Jetzt ist das Urteil gefallen – auch gegen die Mutter.

Pascale W. (l.) hatte seinen 19 Tage alten Sohn stundenlang gequält und schließlich ermordet. Er wurde dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Mutter (r.) erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen unterlassener Hilfeleistung.
Maja Hitij Pascale W. (l.) hatte seinen 19 Tage alten Sohn stundenlang gequält und schließlich ermordet. Er wurde dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Mutter (r.) erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen unterlassener Hilfeleistung.

Stundenlang hat ein Vater seinen 19 Tage alten Sohn gequält, missbraucht und schließlich ermordet - am Dienstag verurteilte ihn das Landgericht Mönchengladbach zu lebenslanger Haft. Die Richter stellten außerdem die besondere Schwere der Schuld des 26-Jährigen fest. Damit kann er nach 15 Jahren keinen Antrag auf frühzeitige Haftentlassung stellen. Der Mann wurde wegen Mordes, Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwerem sexuellem Missbrauch schuldig gesprochen.

Die 25 Jahre alte Mutter des Säuglings verurteilten die Richter wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen zu zwei Jahren auf Bewährung. Das Gericht blieb damit deutlich unter der Strafforderung der Anklage. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sechs Monate Haft wegen Totschlags durch Unterlassen beantragt.

Motiv für die grausame Tat waren nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Frust und Eifersucht des Vaters. Er habe das Baby nach der Rückkehr von Frau und Säugling aus der Klinik wiederholt misshandelt.

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