Tausende trauern:

Massenansturm bei Gedenkfeier für Paul Walker

Fans in den USA und in Europa haben sich am Wochenende von Schauspieler Paul Walker verabschiedet. Für Freunde des Autorennens und Tunings war der Star der Kinoreihe „Fast & Furious“ auch so etwas wie ein Idol.

Fans unterschreiben auf einem Gedenkbanner für Paul Walker.
Michael Nelson Fans unterschreiben auf einem Gedenkbanner für Paul Walker.

Bei einer Trauerfeier haben tausende Menschen des vor einer Woche bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Hollywood-Stars Paul Walker gedacht. Die Trauernden versammelten sich am Sonntag (Ortszeit) nach US-Medienberichten an der Stelle nördlich von Los Angeles, an der Walker am vergangenen Wochenende im Alter von nur 40 Jahren bei einem Unfall mit einem Sportwagen gestorben war.

Walker war vor allem als Star aus der Kinoreihe „Fast & Furious“ bekanntgeworden. Die erfolgreichen Actionfilme spielen in der illegalen Straßenrennen-Szene. Walker hatte in den Filmen als Undercover-Ermittler Brian O'Conner neben Vin Diesel eine der Hauptrollen.

Trauerfeier über Internet organisiert

Die Trauerfeier war von Fans über das Internet organisiert worden. Die teils mit getunten Fahrzeugen angereisten Fans fuhren als Autoprozession durch den Industriepark, in dem sich der Unfall ereignet hatte. Viele waren von weit entfernt gekommen und legten Blumen, Kerzen und Plakate nieder.

Auf riesigen Fotowänden hinterließen Trauernde Gedenkworte an den Schauspieler und einen Freund Walkers, der am Steuer des Sportwagens gesessen hatte. Beide waren noch am Unfallort gestorben. Auch einige Wagen, die Walker in den Filmen gefahren hatte, parkten an der Erinnerungsstätte. Er sei mehr als nur ein Schauspieler für sie gewesen, sagte eine aus Phoenix angereiste Frau der „Los Angeles Times“ (Sonntag). „Er war Teil unseres Lebensstils.“

8000 Menschen in der Schweiz

Auch in der Schweiz hatten Fans am Sonntag mit einer über Facebook organisierten Feier an den Schauspieler erinnert. Eine geplante Trauerfahrt nahe Zürich wurde allerdings wegen zu großen Ansturms abgesagt. Die Veranstalter waren überrascht, als Tausende Fans kamen. „Es kamen schätzungsweise 4000 Autos und 8000 Personen - viel mehr, als ich je für möglich gehalten hätte“, sagte der private Organisator in einem Video-Interview mit „blick.ch“. Laut Kantonspolizei verlief das Treffen auch nach der Absage der Fahrt friedlich.

Der Kinostart des siebten Teils von „Fast & Furious“ war für Juli 2014 vorgesehen. Die verbleibenden Dreharbeiten setzte das Filmstudio nun auf unbestimmte Zeit aus, um die Optionen für eine Fortführung ohne Walker auszuloten.

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