Attentat in Lahore:

Mindestens 50 Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan

Ein Bombenattentat hat in einem Park in der pakistanischen Millionenstadt Lahore mindestens 50 Menschenleben gefordert. 150 Personen wurden verletzt. Die meistens Opfer waren Frauen und Kinder.

Pakistanische Christen gedenken der rund 130 Kinder, die im Dezember 2014 einem Attentat pakistanischer Taliban zum Opfer fielen. Wer hinter dem neuerlichen Selbstmordanschlag steckt, ist momentan noch unklar.
Rahat Dar Pakistanische Christen gedenken der rund 130 Kinder, die im Dezember 2014 einem Attentat pakistanischer Taliban zum Opfer fielen. Wer hinter dem neuerlichen Selbstmordanschlag steckt, ist momentan noch unklar.

Lahore. Bei einem Selbstmordanschlag in einem Park in der pakistanischen Millionenstadt Lahore sind mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden. Die meisten Opfer waren Frauen und Kinder, wie Mohammed Usman, ein hoher Verwaltungsbeamter, am Sonntag sagte.

Der Attentäter zündete seine Bombe in der Nähe eines Spielplatzes. Der Park sei "voll gewesen mit christlichen Familien, die Ostern gefeiert" hätten, sagte Usman. Ein Polizeisprecher sagte, es sei noch unklar, ob sich der Anschlag gezielt gegen Christen gerichtet habe. Zu dem schwersten Anschlag seit Monaten in Pakistan bekannte sich zunächst niemand.

Stecken pakistanische Taliban hinter der Tat?

Ähnliche Bluttaten verüben seit Jahren radikalislamische Taliban, die Zivilisten und Sicherheitsbeamte angreifen. Es wurde befürchtet, dass die Opferzahl noch steigt, weil viele Schwerverletzte in Kliniken gebracht wurden.

Lahore ist mit über sieben Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Pakistans. Sie liegt im Osten des Landes unweit der Grenze zu Indien und ist die Hauptstadt der pakistanischen Provinz Punjab. Im Dezember 2014 hatten pakistanische Taliban in Peshawar eine Schule überfallen und mehr als 130 Kinder getötet.