Vater und Sohn in Lebensgefahr:

Motiv für Bluttat noch immer unklar

Auch einen Tag nach dem Familiendrama in Werben rätseln Polizei und Nachbarn noch immer, wie es so weit kommen konnte. Am Vortag soll ein junger Mann um sich gestochen, sich selbst und seine ganze Familie dabei schwer verletzt haben.

Ein Elternpaar und seine beiden Söhne sind bei einer Bluttat in Brandenburg schwer verletzt worden.
Patrick Pleul Ein Elternpaar und seine beiden Söhne sind bei einer Bluttat in Brandenburg schwer verletzt worden.

Für den 47 Jahre alten Ehemann und den 26-jährigen Sohn bestehe weiterhin akute Lebensgefahr, hieß es von der Staatsanwaltschaft in Cottbus am Mittwoch. Die 48 Jahre alte Mutter und ein 16-jähriger Sohn erlitten schwere Verletzungen.

Das Motiv der Bluttat ist weiterhin unklar, da weder der Tatverdächtige noch die Opfer befragt werden können. Erste Vermutungen deuteten darauf hin, dass es in der Familie zuvor zum Streit und zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen war. Welche Art von Messer benutzt wurde, werde noch untersucht. Das Haus war während der Ermittlungen abgesperrt worden. Nachbarn äußerten sich entsetzt über das Geschehen. Sie sprachen im Sender Antenne Brandenburg von einer ansonsten unauffälligen, ruhigen Familie.

Zeugen hatten in der Nacht zum Dienstag die Polizei zu dem Wohnhaus der Familie gerufen, wie die Ermittler mitteilten. Als die Polizisten in dem Einfamilienhaus eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. „Sie bluteten stark, überall war viel Blut, literweise“, verlautete aus Ermittlerkreisen.

Bevor die Polizeibeamten ihre Ermittlungen aufnahmen, leisteten sie Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Der Vater und die beiden Söhne kamen in ein Klinikum in Cottbus, die Mutter wurde in eine Spezialklinik in Berlin-Marzahn eingeliefert. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Cottbus und die Mordkommission.

 

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