Tod am Roten Rathaus:

Nackter bedroht Polizisten

Ein nackter Randalierer ist in Berlin ums Leben gekommen. Der Mann hatte sich mit einem großen Messer selbst verletzt. Dann fiel ein Schuss aus der Dienstwaffe.

Kay Nietfeld Ein blutverschmiertes Hemd, Hose und Schuhe liegen auf den Stufen des Neptunbrunnens vor dem Roten Rathaus in Berlin.

Tod am Roten Rathaus in Berlin: Ein nackter Mann ist am Freitag im Zentrum der Hauptstadt vermutlich von einem Polizisten erschossen worden. Der Unbekannte hatte zuvor im Neptunbrunnen einen Beamten mit einem 20 Zentimeter langen Sägemesser bedroht und sich auch selbst verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ob der zwischen 20 und 30 Jahre alte Mann durch den Schuss aus der Polizeiwaffe starb oder an seinen Stichverletzungen, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich. Es stehe aber fest: „Ein Kollege hat auf den Mann geschossen und ihn im Oberkörper getroffen.“ Eine Obduktion soll die Todesursache feststellen.

Mann hatte schon Bauchwunde

Eine Passantin war auf den Nackten mit dem Messer in dem Brunnen aufmerksam geworden und wandte sich laut Polizei an einen Wachposten vor dem nahen Dienstsitz von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Der Wachschützer alarmierte die Polizei. Ein Funkwagen mit zwei Beamten fuhr zu dem Brunnen.

Einer der Polizisten sei zu dem blutenden und fuchtelnden Mann in den Brunnen gestiegen, der andere sei davor stehen geblieben, wie ein anderer Sprecher der Hauptstadt-Polizei berichtete.

Auf Forderungen, das Messer wegzulegen, habe der Angreifer nicht reagiert. Er habe sich das Werkzeug an den Hals gelegt, da habe er schon eine Bauchverletzung gehabt. Der Mann sei auf den Beamten zugegangen. „In der gefährlichen Situation hat der andere die Waffe gezogen“, so der Sprecher.

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