Femen-Demonstration:

Nackter Protest gegen Fußball-WM

Mit nacktem Oberkörper protestieren zwei Femen-Aktivistinnen vor laufender Kamera in der Sendung „Markus Lanz“. Sie wollen damit Kritik am Fußball-WM-Ausrichter Katar und den Arbeitsbedingungen in dem Land üben. Der Talkmaster reagiert souverän.

Die Situation der WM-Arbeiter in Katar beschäftigt viele Menschen. Manche animiert sie dazu, sich in Talkshows medienwirksam zu entblößen.
Markus Hertrich/ZDF Die Situation der WM-Arbeiter in Katar beschäftigt viele Menschen. Manche animiert sie dazu, sich in Talkshows medienwirksam zu entblößen.

Barbusiger Protest gegen Fußball-WM-Gastgeber Katar bei „Markus Lanz“: Während der Live-Talkshow am Mittwochabend im ZDF haben zwei Aktivistinnen der umstrittenen Frauenrechts-Gruppe Femen gegen die Arbeitsbedingungen in dem Land demonstriert. Josephine und Hellen gingen mitten in der Sendung mit nackten Oberkörpern auf die Bühne, um ihre Brüste waren Fußbälle aufgemalt. Sie sprangen zwischen den Gästen auf und ab und skandierten „Boykott, FIFA, Mafia“. Auf ihren Bäuchen standen die Slogans „Blut & Spiele“ sowie „don‘t play with human rights“ – „Spiele nicht mit Menschenrechten“. Die Frauen wurden von Sicherheitsleuten aus dem Studio gebracht. Femen bezeichnete den nackten Protest als Erfolg.

Die FIFA hatte Katar 2010 den Zuschlag für die WM 2022 gegeben. In letzter Zeit häuften sich die Vorwürfe, Arbeiter an den Baustellen für das Großereignis würden versklavt und zur Arbeit gezwungen. FIFA-Präsident Joseph Blatter hat die Bedingungen für Arbeiter in dem Golfstaat bereits „untragbar“ genannt, zuletzt aber klar gestellt, die WM werde auf jeden Fall in Katar stattfinden.

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