Hot Cop:

Oh là là, was für ein heißer Polizist

Er ist der „Hot Cop“ von San Francisko: Der schöne junge Mann in Uniform ist inzwischen ein Internet-Star und eine wahre Touristen-Attraktion. Und was sagt der 36-Jährige selbst zu dem Rummel um seine Person? Der wusste gar nichts davon. Hier die ganze Geschichte.

Was für ein Anblick! Aber Chris Kohrs hört das gar nicht so gern: „Ich bin Cop und kein Model“, sagt er.
Steven Kyle Weller Was für ein Anblick! Aber Chris Kohrs hört das gar nicht so gern: „Ich bin Cop und kein Model“, sagt er.

Er wurde als „Hot Cop of Castro“ verehrt, ohne selbst davon zu wissen: Chris Kohrs, Polizeibeamter in San Francisco, hatte nicht mal ein eigenes Facebook-Profil. Dass sich Fotos von dem schönen Cop in Uniform rasend schnell im Netz verbreiteten, fand der 36-Jährige erst durch Freunde heraus. Die Facebook-Fanseite „Officer Chris Kohrs, aka Hot Cop Of Castro“ zeigte diese Woche über 46 000 „Gefällt mir“-Klicks an, es gibt sie erst seit Ende Juni.

Kohrs wird mit Interviewanfragen überrollt. Touristen sprechen den muskulösen Cop mit kurz geschorenen Haaren und nettem Grinsen auf der Straße an. „Ein Foto bitte!“ Oder frecher: „Von dir würde ich mich gerne festnehmen lassen“. Kohrs nimmt den plötzlichen Ruhm gelassen hin. „Es schmeichelt mir sehr und es ist total unterhaltsam“, sagt der Ordnungshüter.

Schuld an allem war ein Foto von Kohrs auf seiner Polizei-Harley, das der Autor Mark Abramson im Castro District, dem Schwulenviertel von San Francisco, im Mai schoss. „Ich sah ihn auf dem Motorrad und fragte, ob ich ihn knipsen dürfte. Er war unglaublich nett“, erzählt Abramson. Und so attraktiv, dass sich das Foto in den Castro-Blogs viral verbreitete. Auch Nathan Tatterson fand Gefallen, im Handumdrehen richtete er auf Facebook eine Fanseite ein. „Wir kannten seinen Namen nicht, also tauften wir ihn ‚Hot Cop of Castro‘“, grinst der Softwarespezialist. „Wie verrückt“ wurde die Seite angeklickt, in nur drei Wochen waren es über 40 000 „Likes“.

Der Hype um den sexy Cop ist längst über das Castro-Viertel hinausgewachen. Vor allem, als Kohrs die brennende Frage klärte: Er ist Single und heterosexuell. Frauen wie Männer umschwirren Kohrs, der bei all dem Wirbel ein bisschen scheu, aber immer freundlich wirkt. Auch ohne Uniform wird er schon auf der Straße erkannt. Facebook-Fotos zeigen ihn, wie er mit einem Kind spielt, einen Hund streichelt, oder auf der Schwulenparade mit Fremden posiert.

Die Aufmerksamkeit ist Nebensache, meint Kohrs. „Ich will den Leuten zeigen, dass Polizisten ganz normale Menschen sind, auf die man zugehen und mit denen man reden kann“. Von Model-Angeboten will er allerdings nichts hören. „Ich bin von ganzem Herzen ein Cop und kein Model“, betont Kohrs. „Das überlasse ich den George Clooneys und Brad Pitts“. Auch wenn Fans ihm eine Ähnlichkeit mit Hollywood-Star Channing Tatum bescheinigen.

Kohrs kennt noch nicht mal seine genauen Maße. „Knapp unter sechs Fuß“, gibt er als Größe an. Aber gewogen habe er sich schon länger nicht mehr. Er halte sich durch Sport fit und von süßen Donuts – dem Leibgericht vieler Polizisten -–fern. „Er ist wirklich heiß“, bescheinigt eine Touristin aus Phoenix. Die 52-jährige Laurie Lange hatte über Bekannte von dem „Hot Cop“ gehört. Jetzt schäkert die Urlauberin an einer Straßenecke im Castro-Viertel mit Kohrs, natürlich mit Foto.

Das geht nur in Pausen oder nach Dienstschluss. Der frühere Labortechniker, der vor sechs Jahren zur Polizei wechselte, nimmt seinen Job nämlich sehr ernst.

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