Gefangen im Eis:

Polar-Expedition gräbt Landeplatz für Hubschrauber

Seit Tagen ist die Besatzung eines Forschungsschiffs im Eis der Antarktis gefangen. Nun bereitet sie sich auf die Rettung durch einen Hubschrauber vor.

Die im Polareis festsitzenden Teilnehmer einer Antarktis-Expedition haben sich die Warterei auf Rettung über den Jahreswechsel mit Feiern und Dichten vertrieben. Arbeit stand auch auf dem Programm, wie Expeditionsleiter Chris Turney um kurz vor Mitternacht New Yorker Zeit bei der Übertragung der Silvesterfeier am Times Square live im US-Sender CNN berichtete: Die Passagiere stiegen am Silvestertag gemeinsam aufs Eis, um einen Landeplatz für den Hubschrauber neben dem Schiff platt zu stampfen.

Die Mühe war aber zunächst umsonst, das Wetter spielte für eine Rettung aus der Luft nicht mit. „Warm und regnerisch hier, das Eis bricht ein bisschen“, twitterte Turney am Mittwoch. Der Hubschrauber steht an Bord des nahe gelegenen chinesischen Eisbrechers „Snow Dragon“ auf Abruf bereit. Er kann aber nur bei klarem Wetter mit guter Sicht und wenig Wind fliegen.

Das Forschungsschiff „MV Akademik Shokalskiy“ steckt seit mehr als einer Woche im Packeis fest. An Bord sind neben der 22-köpfigen Crew 54 Wissenschaftler und Touristen. Sie waren auf den Spuren des Polarforschers Douglas Mawson Anfang Dezember in See gestochen.

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