Phänomenales Gedächtnis:

Superhirn merkt sich Reihenfolge von 52 Karten

Das Gedächtnis ist die Fähigkeit des Gehirns, sich Dinge zu merken. Johannes Mallow hat diese Fähigkeit perfektioniert. Inspiriert wurde er von Verona Pooth.

Gedächtnisweltmeister Johannes Mallow grübelt über einer Aufgabe – Rekorde hält er in drei Disziplinen.
Felix Kästle Gedächtnisweltmeister Johannes Mallow grübelt über einer Aufgabe – Rekorde hält er in drei Disziplinen.

Magdeburg. Johannes Mallow schaut sich 52 Karten eines Pokerblattes an. Nach 40 Sekunden legt der Magdeburger die Karten zur Seite. Doch Mallow will jetzt nicht Poker spielen. Der 32-jährige sortiert einen anderen Kartenstapel exakt in die richtige Reihenfolge des vorherigen Stapels. Für den Betrachter scheint es unmöglich, für den Gedächtnisweltmeister Mallow ist es ein ganz normales Training.

Angefangen hat alles mit einer Fernsehsendung vor zehn Jahren. In einer Show sah Johannes Mallow, wie sich Verona Pooth eine 20-stellige Zahl merken konnte. Getreu dem Motto „Wenn die das kann, dann schaffe ich das auch“ beschäftigte sich Mallow mit dem Thema, besuchte die Internetseite des Vereins Memory XL, auf der er Gedächtnistechniken und einen Online-Trainer fand.

So fing er an zu üben. Das Ergebnis überraschte den damaligen Studenten. „Irgendwann konnte ich mir ein Pokerblatt mit 52 Karten innerhalb von 13 Minuten merken. Es war absurd“, sagt Mallow. Inzwischen ist er amtierender Gedächtnisweltmeister und hält den Weltrekord in drei Disziplinen. Er kann sich unter anderem 132 historische Daten in fünf Minuten merken. Auf seinem Schrank im Schlafzimmer stehen mehr als 20 Pokale. „Eine wesentliche Voraussetzung für seinen Erfolg ist seine außergewöhnliche Disziplin und Ausdauer“, sagt Johannes Bernarding vom Institut für Biometrie und medizinische Informatik.

Zum Gedächtnistraining: http://www.memoryxl.de/

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