Katastrophe in Italien:

Tausende nach Erdbeben obdachlos

Viele Tote und Verletzte sowie zerstörte Häuser. Das Erdbeben in Mittelitalien hinterlässt Chaos.

Ein Erdbeben hat in Italien große Zerstörung angerichtet. Rettungskräfte suchen auch mit Spürhunden nach Vermissten.
Massimo Percossi Ein Erdbeben hat in Italien große Zerstörung angerichtet. Rettungskräfte suchen auch mit Spürhunden nach Vermissten.

Das Erdbeben in Mittelitalien hat nach ersten Schätzungen mehrere Tausend Menschen obdachlos gemacht. Allein der Bürgermeister des Ortes Accumoli, Stefano Petrucci, sprach von 2500 Menschen ohne Dach über dem Kopf. Es sei kein einziges Haus mehr bewohnbar. „Wir müssen eine Zeltstadt für die gesamte Bevölkerung organisieren“, sagte Petrucci der Nachrichtenagentur Ansa zufolge. „Obwohl August ist, herrschen hier nachts zehn Grad.“

Schwere Erdstöße hatten in der Nacht mehrere Orte in einer Bergregion etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Rom verwüstet. Medienberichten zufolge starben dabei mindestens 63 Menschen.

Anteilnahme des Bundespräsidenten

Italiens Regierungschef Matteo Renzi und Präsident Sergio Mattarella haben den Opfern des Erdbebens bereits Hilfe zugesagt. Aus vielen Ländern, unter anderem aus Deutschland, gingen Zusagen für Unterstützung ein.

Bundespräsident Joachim Gauck den Hinterbliebenen seine Anteilnahme ausgesprochen. „Mit großer Bestürzung habe ich die Bilder der Zerstörung gesehen, die das Erdbeben in Umbrien hinterlassen hat“, schrieb Gauck nach Angaben des Bundespräsidialamtes am Mittwoch in einem Kondolenzbrief an das italienische Staatsoberhaupt Sergio Mattarella. „Ich spreche Ihnen und den Angehörigen der Opfer auch im Namen meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger mein herzliches Beileid aus. Den vielen Verletzten sende ich meine besten Genesungswünsche.“