Katastrophe in Mittelitalien:

Tote und Verletzte bei schwerem Erdbeben

Menschen unter Trümmern, eingestürzte Häuser: Ein schweres Erdbeben in Italien lässt Schlimmes befürchten. „Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr“, sagt ein Bürgermeister.

Bei dem Erdbeben in Italien wurden viele Häuser beschädigt.
Emiliano Grillotti Bei dem Erdbeben in Italien wurden viele Häuser beschädigt.

Ein schweres Erdbeben hat in Mittelitalien mehrere Menschen in den Tod gerissen und schwere Schäden angerichtet. Der Erdstoß mit einer Stärke von mehr als 6 hatte sein Zentrum in der Provinz Rieti, er ließ Gebäude einstürzen, Menschen wurden unter Trümmern begraben. Unter den Verschütteten waren auch Kinder. Die Erdstöße waren in der Nacht zu Mittwoch in den Regionen Latium, Umbrien, in den Marken und bis in die Hauptstadt Rom und an der Adria-Küste zu spüren.

Um 3.30 Uhr in der Nacht fing die Erde an zu beben. Vor allem die kleineren Ortschaften Amatrice und Accumoli wurden getroffen. „Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr. Die Menschen sind unter den Trümmern“, sagte der Bürgermeister von Amatrice. „Es gibt Tote.“ Straßen seien blockiert, der Strom sei ausgefallen. Er forderte Hilfe per Hubschrauber. Ein Einwohner sagte dem Sender: „Alles ist kaputt.“ Inzwischen ist von mindestens 37 Toten die Rede.

Notfall-Komitee einberufen

Städte wie Perugia und Assisi sind nicht weit entfernt. Auch Touristen an der Adria-Küste meldeten sich besorgt bei den Feuerwehren. An der berühmten Basilika San Francesco in Assisi, die bei einem schweren Erdbeben 1997 beschädigt wurde, gab es dieses Mal nach ersten Angaben keine Schäden.

Der Chef des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, rief ein Notfall-Komitee ein. Er sprach von einem „schweren“ Beben, es sei vergleichbar mit dem in der Stadt L'Aquila im Jahr 2009. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Das jetzige Beben sei vermutlich weniger fatal, weil die Gegend nicht so stark bevölkert ist.

Mehrere Nachbeben folgten in der Nacht, auch in Rom schwankte gegen 4.30 Uhr erneut der Boden. Laut US-Erdbebenwarte hatte eines der Nachbeben die Stärke 5,5. Italien wird auf Grund seiner geografischen Lage immer wieder von Erdbeben erschüttert, oft auch von schwerwiegenden.

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