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US-Admiral: Mehrere Tote bei Schiffsunglück vor Singapur

Nach dem Zusammenstoß eines US-Zerstörers mit einem Tanker wurden mehrere Seeleute vermisst. Nun wurden Leichen im Schiffsbauch des Zerstörers gefunden.

Schlepper ziehen den beschädigten US-Zerstörer "USS John S. McCain" nach der Kollision in den Marinestützpunkt Changi Naval Base in Singapur.
Joshua Fulton Schlepper ziehen den beschädigten US-Zerstörer „USS John S. McCain” nach der Kollision in den Marinestützpunkt Changi Naval Base in Singapur.

Bei dem Zusammenstoß eines US-Kriegsschiffs mit einem Öltanker vor Singapur sind mehrere US-Soldaten ums Leben gekommen. Im Schiffsbauch des Lenkwaffenzerstörers „USS John S. McCain“ entdeckten Taucher am Dienstag mehrere Leichen. Der Kommandant der amerikanischen Pazifikflotte, Admiral Scott Swift, äußerte sich aber nicht näher dazu, wie viele Tote gefunden wurden. Offiziell werden immer noch zehn US-Soldaten vermisst.

Die „McCain“ liegt mittlerweile im Hafen von Singapur, wohin sie sich nach dem Zusammenstoß am Montag noch aus eigener Kraft retten konnte. An der Backbordseite klafft ein drei Meter großes Loch. Im Inneren des Schiffes sind mehrere Räume überflutet, die am Dienstag von Spezialtauchern abgesucht wurden. Dort wurden auch die Leichen gefunden. Vermutet wird, dass die Soldaten von dem Zusammenstoß im Schlaf überrascht wurden und sich nicht mehr retten konnten.

Admiral Scott berichtete zudem davon, dass malaysische Schiffe in der Nähe des Unglücksorts eine weitere Leiche geborgen hätten. Im Moment werde noch geprüft, ob es sich dabei tatsächlich um einen Soldaten der „McCain“ handele. Der Zusammenstoß ereignete sich etwa acht Kilometer entfernt von der Küste. Unklar ist weiterhin, wie es dazu kam. An Bord des Tankers „Alnic MC“, der unter der Flagge Liberias fährt, wurde niemand verletzt.