Verbot für "Nudelmesse"-Schilder:

Verein scheitert im „Spaghettimonster“-Prozess

Es ist einer der skurrilsten Gerichtsprozesse zurzeit in Deutschland, in dem das Landgericht Frankfurt/Oder jetzt ein Urteil gefällt hat.

Rüdiger Weida von der "Kirche der fliegenden Spaghettimonster" neben dem umstritten Schild in Templin.
Patrick Pleul Rüdiger Weida von der "Kirche der fliegenden Spaghettimonster" neben dem umstritten Schild in Templin.

Der Verein „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ darf auch künftig in Brandenburg nicht mit eigenen Schildern am Straßenrand für seine „Nudelmesse“ werben. Das hat das Landgericht Frankfurt(Oder) am Mittwoch in einem Zivilverfahren entschieden.

Der Verein bezeichnet sich selbst als Weltanschauungsgemeinschaft. Er hatte den Landesbetrieb Straßenwesen verklagt. Die Behörde sollte Schilder an den vier Ortseingängen von Templin dulden, auf denen die „Nudelmesse“ für jeden Freitag angekündigt wird. Auf ihnen wird neben dem Abbild des glubschäugigen Spaghettimonsters die „Nudelmesse“ des Vereins für freitags um 10 Uhr angekündigt.

Der Anwalt der als Verein organisierten Spaghettimonster-Kirche, Winfried Rath, sagte: „Da wird von Seiten der Behörde bewusst gelogen.“ Der Verein pochte darauf, dass er mit dem Landesbetrieb 2014 in Gegenwart des Templiner Bürgermeisters Detlef Tabbert mündlich eine Vereinbarung geschlossen habe.

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Kommentare (1)

Mündliche Zusagen sind sowas von rechtsverbindlich wie mein Versprechen zwischen mir und dir, dass du morgen reich sein wirst.