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Vollbart Garibaldi trifft auf Kinnbart Musketier

Ob "Kaiserlicher Schnauzer", "Vollbart Naturale" oder "Backenbart im Freistil": Es sind spektakuläre Gesichtsbehaarungen, die bei dieser WM gekürt werden. Die Teilnehmer sind mit Fön, Glätteisen und Haarlack zugange. Mal eben Eis oder Döner gibt es für sie nicht.

Armin Bielefeldt aus den USA ist Weltmeister in der Kategorie Vollbart Freistil.
Franziska Kraufmann Armin Bielefeldt aus den USA ist Weltmeister in der Kategorie Vollbart Freistil.

160 Zentimeter Spannweite misst der Vollbart von Elmar Weisser im ungestylten Zustand. Er ist ein alter Hase unter den Teilnehmern der Bart-Weltmeisterschaft. Bei dieser Ausgabe der WM gibt es ihn im Doppelpack: Mit Hilfe seiner Frau hat Weisser seinem Bart einen Mini-Doppelgänger aufgesetzt. Knapp über seiner Schulter sitzt eine kleine Figur mit Hut und gekringeltem Oberlippenbart. Fünf Stunden lang waren sie mit Fön, Haarlack und Glätteisen am Werk.

Der vierfache Weltmeister hat sich gut vorbereitet: Eine Woche wurde im Hause Weisser alles besprochen und geplant. Um das Gewinnen gehe es ihm trotzdem nicht. "Ich habe doch schon alles gewonnen, heute möchte ich Spaß mit den Leuten haben", betont der 49-Jährige aus dem Schwarzwald - Weisser wird Zweiter.

Küssen wird mit Bart unmöglich

Nicht alle Anwesenden sind stolze Bartträger. Florian Gauder hat sich seinen Bart nur für diese WM wachsen lassen. Begeisterungsstürme bei Frau und Kindern blieben aus. Nicht das einzige Problem, denn "mal eben ein Eis oder einen Döner essen ist fast nicht drin, alles klebt im Bart und stinkt - vom Küssen brauchen wir nicht anfangen", beschwert sich der 39-Jährige aus Stuttgart. Gleich nach dem Wettbewerb kommt sein Vollbart wieder ab. Spaß an der Veranstaltung hat er trotzdem: "Es ist schon verrückt, wie viele Menschen einen so weiten Weg gemacht haben, nur für dieses eine Wochenende, nur für diese Weltmeisterschaft."