Kleidung aus Tierhaaren:

Wie aus einem Hund ein Pullover wird

Wenn ihr Hund sein Fell verliert, freut sich Frauchen Maria Barz. Sie stellt aus "Teddys" Haaren Kleidung her. Auf die Socken schwören sogar Motorradfahrer.

Ein Korb voller Hundewolle.
Friso Gentsch Ein Korb voller Hundewolle.

Vom treuen Begleiter zum warmen Pullover: Die Niedersächsin Maria Barz spinnt aus dem dicken Unterwoll-Fell ihres Hundes "Teddy" Strickgarn. Anschließend werden aus der Hundewolle Socken oder Pullover gestrickt. "Anders als Schafswolle muss Hundewolle nicht aufgearbeitet werden", erklärt die gelernte Hauswirtschafterin aus Wallenhorst bei Osnabrück. Die ausgebürsteten Haare des Eurasiers "Teddy", einer Mischung aus Wolfsspitz und Chow-Chow, werden erst gewaschen, wenn sie zu einem festen Garn versponnen sind.

Rund 100 Gramm von Teddys Fell benötigt Barz für eine gestrickte Socke. "Da braucht man schon einiges an Haaren", erklärt Barz. "Die Wolle ist ja federleicht." Barz spinnt schon seit über 30 Jahren Hundewolle. "Ich fand es immer schade, dass die Wolle weggeworfen wird."

Dass sich einige Menschen vor dem Tragen einer Mütze aus Hundehaar ekeln, kann Barz nicht verstehen. Schließlich sei auch Schaf-, Mohair- und Angorawolle vom Tier, argumentiert sie. Vom Tragekomfort der Socken und Pullover aus Hundewolle ist sie überzeugt: "Die sind so weich und mollig", sagt Barz. "Mein Neffe ist Motorradfahrer, mittlerweile trägt seine ganze Crew Hundesocken." Diese schützen auch vor Schweißfüßen.

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