Arbeitsunfähig:

Zu viele sexbesessene Frauen erfunden

Kurioser Fall: Weil sie sich beim Ausdenken von Kontaktanzeigen eine Verletzung zugezogen habe, verklagt eine frühere Angestellte in Kanada jetzt eine Dating-Website.

Die Partnersuche im Internet boomt
Frank May Die Partnersuche im Internet boomt. So sehr, dass jetzt eine Angestellte eines Dating-Portals ihren Arbeitgeber verklagt.

Sie habe so viele Sexgesuche von nicht-existierenden Frauen schreiben müssen, dass sie arbeitsunfähig geworden sei, heißt es in der Klage, die jetzt das "Canadian Lawyer Magazine" veröffentlichte. Die frühere Angestellte klagt auf 20 Millionen Kanadische Dollar (etwa 15 Millionen Euro).

Die Frau war der Klageschrift zufolge von einer Website angeheuert worden, deren Zweck es ist, Verheirateten außerehelichen Sex zu vermitteln ("Das Leben ist kurz. Gönn' Dir eine Affäre."). Die Agentur wollte die Klage nicht kommentieren.

Tausende Profile gefaked

Als Brasilianerin sollte die Klägerin wohl für den dortigen Markt Profile von Frauen, die eine Affäre suchen, ins Portugiesische übersetzen. Schließlich habe sie sogar Sexgesuche von Frauen erfinden sollen.

Sie habe, schrieb ihr Anwalt, "Profile von Frauen, die gar nicht in der wirklichen Welt existieren, mit Beschreibungen und Vorlieben und dem Typ Männern, die sie suchen, erfinden müssen, sogar mit Fotos". Weil sie innerhalb von drei Wochen tausende Profile habe schreiben müssen und ihr Chef auf immer mehr gedrängt habe, sei sie durch "überhöhte Anforderungen bei der Tastaturarbeit"arbeitsunfähig geworden.

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