Michael Schumacher wieder operiert:

Zustand leicht verbessert - Weiterhin Lebensgefahr

Der Zustand des Ex-Rennfahrers Michael Schumacher hat sich leicht gebessert. Doch die Ärzte sehen ihn nach seinem Ski-Unfall weiter in Lebensgefahr. Inzwischen gibt es Details zum Unfallhergang.

David Ebener/dpa Méribel in den französischen Alpen: Offenbar wollte Schumacher im Tiefschnee zwischen zwei Pisten wenden und ist dabei auf einen Felsen aufgefahren

Leichte Entspannung, aber noch längst keine Entwarnung: Der Gesundheitszustand des verunglückten ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hat sich nach einer zweiten Operation am Kopf etwas verbessert. Dennoch ist Schumacher weiter in Lebensgefahr.

"Es liegt noch ein langer Weg vor ihm", sagte Jean-Francois Payen vom behandelnden Ärzteteam in Grenoble. Die Gesamtsituation sei aber "etwas besser unter Kontrolle".

Keine Prognose möglich

Das Ärzteteam entfernte dem 44-Jährigen in einem rund zweistündigen Eingriff am Montagabend einen Bluterguss im Gehirn. Er befindet sich nach den Angaben weiterhin im künstlichen Koma. Es zeige sich eine Stabilisierung des Gesamtzustandes, berichteten die Ärzte während einer Pressekonferenz.

Schumacher hat immer noch zahlreiche Blutgerinnsel im Gehirn. Es sei nicht der Zeitpunkt, um Vorhersagen zu treffen, hieß es bei den Ärzten. Die anderen Hämatome seien schwer zugänglicher als das, das bei der zweiten Operation entfernt worden sei. 

Sohn offenbar Zeuge des Unfalls

Erstmals wurden Einzelheiten bekannt, wie es zu dem Sturz kam. Nach Angaben seines Managements sei Schumacher nicht mit hoher Geschwindigkeit auf der Ski-Piste in Méribel in den französischen Alpen unterwegs gewesen. Schumacher hatte laut seiner Managerin kurz vor dem Unfall einem auf der Piste gestürzten Freund geholfen. Anschließend sei Schumacher in den Tiefschneebereich zwischen zwei Pisten gefahren, berichtete seine Managerin unter Hinweis auf Schilderungen von Begleitern. Dort sei der 44-Jährige beim Ansatz zu einer Wende gegen eine Felsen gefahren und in die Luft geschleudert worden. Kopfüber sei er dann auf einen Felsen gestürzt.

Bei dem Unfall sei auch Schumachers Sohn (14) dabei gewesen. Schumacher war demnach nicht mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Dennoch schlug sein Kopf offensichtlich heftig auf. Medienberichten zufolge zersprang sein Helm. Eine Bestätigung dafür gab es in Grenoble zunächst nicht.

Schumacher war unmittelbar nach dem Unfall ansprechbar, aber verwirrt. Er wurde letztlich in die Traumatologische Abteilung des Universitätskrankenhauses von Grenoble gebracht. Weil sich der Zustand des Kerpeners verschlechtert hatte, wurde er dort umgehend notoperiert.

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