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Aus Grau wird Bunt: Dank an die Sanierer

VonSimone WeirauchKaum jemand kann sich heute noch vorstellen, wie grau die Ueckermünder Altstadt vor 20 Jahren aussah. Seit der Wendesind 30 Millionen Euro ...

Die Ueckerstraße ist heute mit ihren sanierten Häusern und den wunderschönen Fassaden ein beliebtes Fotomotiv.  FOTO:S. Weirauch

VonSimone Weirauch

Kaum jemand kann sich heute noch vorstellen, wie grau die Ueckermünder Altstadt vor 20 Jahren aussah. Seit der Wende
sind 30 Millionen Euro Fördermittel und viel privates Geld hier verbaut worden.

Ueckermünde.Seit der Wende wird in Ueckermünde gebaut. Ununterbrochen. In der gesamten Altstadt gibt es heute keine marode Straße, keinen verwilderten Platz mehr, und die meisten Häuser sind saniert. Ihre Altstadt ist den Ueckermündern lieb und teuer. Wer die kleine Stadt am Haff noch aus den 80er-Jahren kennt und sie heute wiedersieht, der muss einfach anerkennen: Dieses Städtchen ist ein Schmuckstück. Das war es eigentlich schon immer, meint Jürgen Kliewe. Nur geglänzt hat es früher nicht. Überall Grau, marode Fassaden, sogar die Entwässerung fehlte. Das trieb die Leute weg aus der Innenstadt. Sie zogen lieber in die modernen Neubaugebiete. Als Wohnort war die Altstadt zur Wende unattraktiv. Doch mittlerweile ist es wieder schick, hier zu wohnen.
30 Millionen Euro hat Ueckermünde aus dem Städtebauförderprogramm erhalten und selbst 14 Millionen Euro aufgebracht. „Aber allein hätten wir das nie geschafft“, sagt Bauamtsleiter Jürgen Kliewe. Dass Ueckermünde heute so schön ist, das ist auch vielen Privatpersonen zu verdanken. 83 Gebäudemodernisierungen und fünf neu errichtete Häuser in der Innenstadt gehen auf das Konto privater Sanierer. Höchste Zeit, diesen Leuten zu danken, befanden Bürgermeister Gerd Walther und Bauamtsleiter Jürgen Kiewe. Nicht allein für die Investition, sondern auch für die Leidenschaft und Überzeugung, die man braucht, um den Charme der alten Häuser zu erhalten und Neues unaufdringlich einzupassen. Oft hat die liebvolle und fachgerechte Sanierung eines Hauses zur Folge, dass auch der Nachbar sein Haus verschönert.Bis 2016 ist der Fördertopf für die Stadtsanierung Ueckermünde noch offen. Auch private Bauherrn können das nutzen.