:

Außenseiter TSG rasiert die schwachen Hansa-Kicker

VonDetlef GranzowIm Landespokalfinale überrascht der Fußball-Regionalligist aus Neustrelitz den vermeintlichen Favoriten und gewinnt klar.Neustrelitz.Da hat ...

VonDetlef Granzow

Im Landespokalfinale überrascht der Fußball-Regionalligist aus Neustrelitz den vermeintlichen Favoriten und gewinnt klar.

Neustrelitz.Da hat der Außenseiter dem vermeintlichen Favoriten die Show gestohlen: Mit 3:0 (1:0) besiegte Fußball-Regionalligist TSG Neustrelitz im Landespokalfinale den Drittligisten FC Hansa. Dabei boten die Ostseestädter im Parkstadion vor 4500 begeisterten Zuschauern eine indiskutable Leistung und wurden vom Gastgeber regelrecht vorgeführt. Nach dem dritten Tor verloren einige Chaoten aus dem Hansa-Block völlig die Fassung und stürmten auf den Rasen, um „ihre“ Ostseestädter Kicker zu attackieren. Die Polizei musste einschreiten, bekam die Situation aber schnell in den Griff. Von Beginn an machte die TSG Druck und erarbeitete sich zahlreiche Chancen. Die erste Möglichkeit hatte Velimir Jovanovic, der eine Eingabe von Tony Fuchs knapp verpasste. Schon in der siebenten Minute fiel das erste Tor für die Neustrelitzer. Nach einer Flanke von Kingsley Schindler war Gramoz Kurtaj mit dem Kopf zur Stelle. Die Residenzstädter dominierten danach die Partie ohne bis zur Halbzeit einen weiteren Treffer zu erzielen. Schon zur Pause hätte es aber 2:0 stehen können.
Hansa erwachte erst in der 35. Minute und kam durch Weilandt-Schuss (41.) und Grupe-Kopfball (42.) zu ersten Möglichkeiten. Nach der Pause machte die Mannschaft von Trainer Rastislav Hodul da weiter, wo sie vor dem Halbzeitpfiff aufgehört hatte. Die Hansa-Abwehr bekam reichlich tun, hatte große Probleme. In der 50. Minute war es soweit: Ein satter 20-Meter-Schuss von Kevin Kahlert brachte das 2:0. Einige Hansa-Fans sangen höhnisch: „Ihr wollt der FC Hansa sein?“ Bei den TSG-Anhängern wurde die Stimmung dagegen immer prächtiger. Auch der einsetzende Regen konnte dem keinen Abbruch tun.
Und die Neustrelitzer setzten der Hansa-Schmach die Krone auf. In der 76. Minute machte Salvatore Rogoli mit dem 3:0 den Pokaltriumph gegen die schwach agierenden Küstenkicker perfekt. Die TSG-Fans lagen sich in den Armen und besangen den „wunderschönen Tag“. Auch Trainer Rastislav Hodul war total begeistert: „Das war heute kein Zufall. Die Jungs haben nichts zugelassen und großartig gespielt.“