MV-Liga:

Beim Stavenhagener SV ist Klartext gefragt

Es bleibt noch viel zu tun: Diese ernüchternde Erkenntnis brachten Stavenhagens MV-Liga-Handballer aus Bützow mit. Dort zeigte sich der Champ meilenweit entfernt von der Meisterform.

Coach Volker Hähnlein (Mitte rechts) forderte von seinem Team gegen Bützow immer wieder, den Schalter umzulegen und überlegter vorzugehen – letztlich ohne Erfolg.
Kati Rockenschuh-Ofcsarik Coach Volker Hähnlein (Mitte rechts) forderte von seinem Team gegen Bützow immer wieder, den Schalter umzulegen und überlegter vorzugehen – letztlich ohne Erfolg.

Die MV-Liga-Partie des Gastgebers TSV Bützow gegen den Stavenhagener SV versprach Spannung – stellte sie doch zugleich eine Standortbestimmung dar. Vize- und Landesmeister trafen aufeinander. Anstatt aber mit breiter Brust und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein zu starten, präsentierten die SSV-Handballer Mittelmaß.

Insbesondere während der ersten Viertelstunde ließen sich die Gäste nur allzu oft den Ball und damit den Schneid abkaufen. Beide Mannschaften taten sich mehr als schwer, verwertbare Lücken zu finden – und wenn sich diese doch auftaten, sie auch durch zielsichere Würfe in Torerfolge umzumünzen. Im Gegensatz zu den Reuterstädtern konnte der TSV mit einer großen Anzahl neuer Spieler aufwarten, die insbesondere in ihrer gewohnten  6:0-Deckung sehr körperbetont agierten. Halbzeitergebnis: 9:8.

Auch in der zweiten Spielhälfte gelang es den Reuterstädtern nicht, das Ruder rumzureißen. Die Lücken in der SSV-Abwehr luden den Gegner förmlich ein. Die Gäste gelangten zu einem zwischenzeitlichen Hoch. Torsten Schilk glich zum 14:14 aus. Seine unmittelbar darauf folgende Zwei-Minuten-Strafe ließ sein Team aber in Unterzahl geraten und spielte so wiederum dem Gastgeber in die Hand.

Letztlich scheiterte der Landesmeister am eigenen Unvermögen, den Schalter umzulegen. Stavenhagen geriet weiter aus dem Tritt und ließ den Gastgeber in der
58. Minute bis auf fünf Tore enteilen (21:16). Das Endergebnis von 22:19 für Bützow wirkte ernüchternd und dokumentierte recht deutlich, dass beim SSV längst nicht alles rundläuft.  

Stavenhagener SV: Hohenegger, Pötzsch (im Tor); Nowatzki (3/2), Masur (5), Schilk (3), Lexow (2), Loboschinski (2), Mann (1), Hüllinghorst (1), Neuendorf, Netzel (1), Lüthke (1)

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