Hochschule Neubrandenburg:

Bauer? Ja, das kann man studieren

Neubrandenburger Argar-Studenten begeben sich jetzt selbst auf die Suche nach Uni-Nachwuchs.

Mit  diesem Foto werben die „Welternährer“ der Neubrandenburger Hochschule für ihre Fachrichtung. Foto: Hochschule
Mit  diesem Foto werben die „Welternährer“ der Neubrandenburger Hochschule für ihre Fachrichtung. Foto: Hochschule

Na, was will du denn mal werden? Die Frage nach den Berufswünschen stellen Erwachsene gern mal den Kleinen. „Welternährer“, lautet wohl kaum eine Antwort. Ein paar Jährchen später könnte es schon passieren. Zum Beispiel, wenn der Fragende auf Studenten der Neubrandenburger Hochschule trifft.

Die Studiengangsbotschafter Britta Krey oder Arne Kutschbach präsentieren sich mit weiteren Kommilitonen weltweit als „Welternährer“. Die beiden sind Studenten der Agrarwirtschaft an der Hochschule. Sie kennen das Leben auf einem Bauernhof, haben vor Studienbeginn den Beruf des Landwirts erlernt. Britta stammt aus dem Rheinland und möchte einmal den Betrieb ihrer Eltern übernehmen. Dafür will sie so gut wie möglich ausgebildet sein. In Neubrandenburg fand sie eine kleine Hochschule, in der Agrarwirtschaft recht praxisnah gelehrt wird. Für Arne Kutschbach war es ebenfalls wichtig, so nah wie möglich am bäuerlichen Leben dran zu sein. Für Neubrandenburg entschied er sich als Studienort, weil er nicht ganz so dicht von zu Hause sein Studium absolvieren wollte. Er kommt aus der Magdeburger Gegend.

Die Kommunikationsgemeinschaft commandante von Silvio Witt hat im Auftrag der Hochschule Neubrandenburg die Kampagne „Werde Welternährer“ entwickelt und sie auch in den zurückliegenden Monaten betreut.

Die Neubrandenburger Agrar-Studenten begeben sich seit einem knappen halben Jahr auf die Suche nach Mitstreitern. „Werde Welt-ernährer“ fordern sie auf einer gleichnamigen Internetseite auf. Fragen nach dem Wie, Was und Warum werden hier beantwortet. Auch wer bislang nur wenig über Agrarwirtschaft weiß, bekommt einen Einblick.

Welternährerin Nora Westphal ist in diesem Fall eine kompetente Beraterin. Sie hatte vor ihrem Studium wenig mit der Agrarwirtschaft zu tun. Die Studentin stammt aus Sommersdorf bei Malchin. Der Ort ist vor allem bekannt durch den Pferdesport. Sie selbst reitet, interessierte sich in der Schule für Chemie und Biologie. Als es dann in der 11. Klasse darum ging, sich zu entscheiden, fand sie ein Studium der Agrarwirtschaft ganz passend.

Nora Westphal war im September auf der Mela, der Landwirtschaftsschau in Güstrow, dabei. Sie ist sich sicher, dass mit Studenten als Ansprechpartner die Hemmschwelle niedriger ist. „Neben uns standen die Professoren der Uni Rostock, da fragten weniger nach“, so ihre Beobachtung. Unter dem Stichwort On tour wird auch über weitere Besucher von Ausstellungen oder Feldtagen informiert

Mit ihrem Internetauftritt wird die Hemmschwelle für Neugierige niedrig gehalten. Dass es funktioniert, zeigen die Neueinschreibungen. Sie lagen mit 15 über denen des Vorjahres.

Übrigens haben die „Welternährer“ ihren Mitstudenten in einem Videoclip auch die Frage nach den Berufswünschen gestellt. Eines wird bei den Antworten klar, „Welternährer“ werden sie alle sein.

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