Selbstvertrauen fehlt:

Fettleibige Kinder schwächeln in Mathe

Weil adipöse Mädchen und Jungen sich selbst nicht viel zutrauen, auch Lehrer und Eltern oft an ihnen zweifeln, gehen sie seltener aufs Gymnasium.

Fettleibige Kinder haben schlechtere Mathenoten und gehen seltener aufs Gymnasium. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung). Fettleibigkeit (Adipositas) hat den Wissenschaftlern zufolge unabhängig vom sozialen Status der Eltern Einfluss auf den Schulerfolg.Die Wahrscheinlichkeit, dass adipöse Mädchen und Jungen eine Eins oder Zwei in Mathe haben, ist bei ihnen um 11 beziehungsweise 10 Prozent geringer als bei ihren normalgewichtigen Mitschülern. Die Kinder leiden unter einem geringen Selbstwert, so dass sie sich selbst wenig zutrauen. Keinen Einfluss auf die Mathenote haben die Aspekte, ob ein Kind insgesamt gesund ist, wie viel Sport es treibt oder wie viel Fernsehen es guckt.Adipöse Kinder schaffen außerdem seltener den Übergang aufs Gymnasium. Ob dies ausschließlich mit den schlechteren Mathenoten zusammenhängt, konnten die Forscher nicht belegen. Denkbar ist auch, dass Lehrer stark übergewichtige Schüler für weniger kompetent halten und seltener fürs Gymnasium empfehlen. Oder Eltern trauen ihren Kindern weniger zu und schicken sie deshalb nicht auf diese Schule.