Ausbildungsreport:

Liste mit Azubi-Überstunden

Jeder dritte Lehrling arbeitet mehr, als sein Vertrag vorsieht. Ein Gespräch mit dem Chef kann Abhilfe schaffen.

Lange im Büro – für viele ist das Alltag. Foto: Franziska Koark
Franziska Koark Lange im Büro – für viele ist das Alltag. Foto: Franziska Koark

Müssen Auszubildende dauernd Überstunden schieben, sollten sie das nicht klaglos hinnehmen. Am besten ist es, in so einem Fall zunächst die tägliche Arbeitszeit zu dokumentieren, rät Florian Haggenmiller. Er ist Bundesjugendsekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Das Protokoll zeigen Azubis nach einigen Wochen am besten ihrem Ausbilder oder Chef – und bitten um Abhilfe. Nicht selten ist dem Chef das Ausmaß der Überstunden nicht bewusst – und der Jugendliche kann auf diesem Weg eine Besserung erreichen.

Laut dem neuen Ausbildungsreport des DGB muss mehr als jeder dritte Auszubildende (36,5 Prozent) regelmäßig Überstunden leisten. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Situation der Jugendlichen damit leicht verbessert. Damals gaben 38,1 Prozent der Befragten an, regelmäßig Überstunden zu machen. Von ihnen bekommen rund zwei Drittel (68,2 Prozent) für die geleisteten Überstunden einen Freizeitausgleich oder eine finanzielle Entschädigung. Jeder Sechste (16,6 Prozent) erhält jedoch überhaupt keinen Ausgleich. Zwischen September 2012 und April 2013 wurden 18 649 Azubis befragt.

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