Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben:

Sichere Diagnose zu Legasthenie ab Klasse 2

Mit den Buchstaben und Lauten geht es durcheinander? Manchmal steckt eine Lese- Rechtschreib-Schwäche hinter solchen Lernproblemen.

Erste Anzeichen für eine Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie) gibt es bei Kindern meist schon sehr früh. Eindeutig festgestellt werden kann sie aber erst ab der 2. Klasse.

In den ersten Schulmonaten sind Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben normal und hängen nicht zwangsläufig mit einer Legasthenie zusammen. Darauf weist Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie hin.

Typisch für Legasthenie sind Schwierigkeiten, einzelne Laute zu unterscheiden, im Gedächtnis zu speichern und abzurufen. Kinder mit Legasthenie fangen häufig später an zu sprechen, haben Probleme, Laute und Silben zu unterscheiden oder können mündliche Anweisungen schlechter befolgen.

Mit mangelnder Intelligenz hat eine Legasthenie nichts zu tun. Die Ursachen für die Störung sind nicht vollständig geklärt, wahrscheinlich kommen mehrere zusammen. Ein möglicher Grund sind genetische Faktoren, die die Verarbeitung von gehörten und gelesenen Informationen beeinflussen. Um die Chancen der Kinder zu verbessern, sollten Eltern erste Anzeichen beim Arzt abklären lassen und entsprechende Therapien nutzen.

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