Sieben Weiterbildungs-Tipps:

So klappt es mit dem Fernunterricht

Schmökern auf dem Sofa, so stellen sich manche einen Fernlehrgang vor. Wie geht es wirklich? Und wie lässt sich unter den vielen Angeboten das richtige finden? Sieben Tipps.

Lernen 2.0: Fernunterricht ermöglicht es Berufstätigen, sich von zu Hause aus weiterzubilden. Foto: Forum DistancE-Learning
Forum DistancE-Learning Lernen 2.0: Fernunterricht ermöglicht es Berufstätigen, sich von zu Hause aus weiterzubilden. Foto: Forum DistancE-Learning

Ob Marketingseminar oder Meister – bei beruflichen Weiterbildungen ist das Angebot groß. Viele Kurse können Berufstätige im Fernunterricht absolvieren. Das hat einige Vorteile: Teilnehmer sind flexibler und können lernen, wann und wo sie wollen. Doch diese Lernmethode liegt nicht jedem.

  • Weniger ist mehr: Teilnehmer dürfen sich nicht übernehmen – sonst kommen sie schnell nicht mehr mit. „Man neigt da leicht zur Selbstüberschätzung“, sagt Alrun Jappe von der Stiftung Warentest. Vollzeitbeschäftigte planen besser nicht mehr als 10 bis 15 Stunden pro Woche ein. Dabei müssen sie genug Zeit zum Nachbereiten des Lernstoffs einkalkulieren, erklärt Mirco Fretter vom Forum
  • Distance-Learning.
  • Die Mischung macht‘s: Allein im stillen Kämmerlein zu lernen, wird schnell öde. Daher setzen viele Anbieter auf Blended Learning – eine Mischung aus Fernlernen mit schriftlichen Unterlagen, Online-Seminaren und Präsenzveranstaltungen.
  • Probieren geht über studieren: Oft können Teilnehmer das Angebot während eines Probemonats testen, erklärt Jappe. Außerdem gelten die Regeln des Fernabsatzgesetzes: Kunden dürfen laut Staatlicher Zentralstelle für Fernunterricht 14 Tage lang vom Vertrag zurücktreten.
  • Kurzer Draht zum Dozenten: Damit es im Fernunterricht nicht hakt, muss der Dozent bei Fragen schnell erreichbar sein. Einige Anbieter versprechen, dass Teilnehmer eine Rückmeldung innerhalb von 48 Stunden erhalten. Außerdem klären Berufstätige besser, ob es telefonische Sprechzeiten gibt.
  • Kosten: Teilnehmer sollten die Extrakosten im Blick haben. Dazu gehören etwa Gebühren für Prüfungen. Bei Präsenzseminaren kommen Kosten für Anreise und Übernachtungen hinzu. Bei einigen Anbietern sind Lehrmaterial oder Mehrwertsteuer nicht im Preis enthalten.
  • Abschluss prüfen: Lehrgang oder Studium? Die Begrifflichkeiten bei Fernunterricht sorgen leicht für Verwirrung, hat Jappe beobachtet. Berufstätige müssten daher genau prüfen: Steht am Ende eine staatliche Prüfung, ein akademischer Abschluss oder bloß ein Zertifikat des Anbieters?
  • Auf Zulassung achten: Wer einen Fernlehrgang zur beruflichen Weiterbildung sucht, sollte auf die Zulassung achten, rät Fretter. Diese schreibt das Fernunterrichtsschutzgesetz für Angebote dieser Art in der Regel vor. Ausgenommen sind Hobbykurse, die laut Gesetz bloß „der Freizeitgestaltung oder der Unterhaltung“ dienen.
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