Rat für Eltern:

Süßigkeiten sind kein Trostpflaster für Kinder

Mit einem Lutscher wird alles wieder gut? Ein Experte warnt vor solchen Trostpflastern.

Lutscher gegen Tränen? Keine so gute Idee, warnen Experten für Erziehungsfragen. Foto: Jens Kalaene
Jens Kalaene Lutscher gegen Tränen? Keine so gute Idee, warnen Experten für Erziehungsfragen. Foto: Jens Kalaene

Eltern tun ihrem Kind nichts Gutes, wenn sie es mit Süßigkeiten beruhigen oder belohnen. „In der Erziehung von Kindern sollte Essen weder als Trostpflaster noch zur Belohnung oder als Beschäftigung dienen“, erklärt Professor Manfred Cierpka, Psychotherapeut im Netzwerk Gesund ins Leben. Die Initiative wird vom Bundesernährungsministerium gefördert.Kinder, die regelmäßig Lebensmittel zur Beruhigung bekommen, finden auch später häufig Trost im Essen. Das kann auf Dauer zu einem ungesunden Essverhalten führen. Stattdessen sollten schon kleine Kinder lernen, mit negativen Gefühlen und Stimmungen umzugehen. Eltern können ihrem Kind dabei helfen, indem sie es in den Arm nehmen.Und was ist mit Loben? „Kinder in besonderen Fällen zu belohnen, ist nach wie vor erlaubt: Doch dann lieber mit einem Buch als mit einem Lutscher“, rät Cierpka.