Arbeitsklima:

Voll blamiert: Peinlichkeiten im Job

In einer E-Mail über den Kollegen gelästert – und der ist auch im Verteiler? Was für eine Blamage! Aber die Situation lässt sich retten.

Über den Chef getuschelt und der hat es gehört? Peinlich! Nun bleibt nur die Flucht nach vorn. Mitarbeiter sollten sich dafür entschuldigen.  Foto: Monique Wüstenhagen
Monique Wüstenhagen Über den Chef getuschelt und der hat es gehört? Peinlich! Nun bleibt nur die Flucht nach vorn. Mitarbeiter sollten sich dafür entschuldigen.  Foto: Monique Wüstenhagen

Der Name vom Kunden will einem einfach nicht einfallen. Wie peinlich! Wer dann vor Scham rot anläuft und ins Stottern gerät, macht alles nur schlimmer. So geht es besser:

Glas umgeworfen: Beim Geschäftsessen wirft man ein Glas um – und Wein oder Saft landet auf der Hose des Kunden. Der typische Fehler: „Viele geraten dann gleich in Wiedergutmachungspanik“, erklärt Buchautor Matthias Nöllke. Sie greifen zur Serviette und beginnen, am anderen herumzutupfen. Das sei unangebracht. Stattdessen sei Zurückhaltung gefragt: Mitarbeiter rufen am besten den Ober. Dann anbieten, die Reinigung zu bezahlen.

Name vergessen: „Hallo Frau äh...“ So eine Begrüßung macht bei einer wichtigen Kundin keinen guten Eindruck. Sind noch andere dabei, können Berufstätige kurz abwarten und darauf hoffen, dass der Name zu Beginn des Gesprächs fällt, erklärt Coach Theo Bergauer. Andernfalls nehmen sie am besten Bezug darauf, wann sie die Kundin das letzte Mal getroffen haben. Damit zeigen sie, dass sie sich durchaus an sie erinnern und ihnen nur der Name entfallen ist. Das nehmen einem viele nicht krumm.

Blackout: Bei einer Präsentation verhaspelt man sich und verliert den Faden. Wie ging es noch mal weiter? Alle gucken erwartungsvoll. Nun gilt es, einfach weiterzumachen, rät Bergauer. Überspielen lässt sich das mit einer Frage ins Publikum: „Was denken Sie, wie es weitergeht?“

Beim Lästern erwischt: Die feine Art ist es nicht – doch fast jeder lästert mal über seinen Chef. Dumm nur, wenn der mithört. Für Ausflüchte ist es dann zu spät. „Da kann man sich nur entschuldigen“, sagt die Etikette-Trainerin Imme Vogelsang.

E-Mail-Fauxpas: Ein Mitarbeiter macht sich in einer E-Mail über einen Kollegen lustig – nur war der leider auch im Verteiler. Dann ist es das Beste, von digital auf analog umzuschalten und das direkte Gespräch zu suchen.

Standpauke vom Chef: Der Chef hat einen beauftragt, einem wichtigen Kunden ein Angebot zu schicken. Leider waren darin Fehler. Jetzt macht er einen zur Schnecke. Und das vor versammelter Mannschaft. Dann empfiehlt es sich, die Sache an einen anderen Schauplatz zu verlagern, rät Bergauer. Mitarbeiter könnten sagen: „Ich kann Ihnen das gerne erklären. Können wir das in Ihrem Büro besprechen?“

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