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Betrug im Netz: Tipps gegen "Phishing"

Die Verbraucherzentrale Neubrandenburg warnt vor einer neuen Form der Abzocke im Internet. „Ahnungslose Verbraucher werden zu Phishing-Tätern gemacht – ...

Die Verbraucherzentrale Neubrandenburg warnt vor einer neuen Form der Abzocke im Internet. „Ahnungslose Verbraucher werden zu Phishing-Tätern gemacht – das scheint die neueste Masche einer üblen Branche zu sein, die private E-Mail-Briefkästen täglich bespamt“, erklärte Verbraucherschützer Horst Frank.

Der Dreh sei bei den ersten jetzt aufgetauchten Fällen stets gleich: Die Firmen schicken unter der realen E-Mail-Adresse eines Unbescholtenen fingierte Rechnungen und Mahnungen an Dritte: „Max Mustermann, Abmahnung Ihrer ausstehenden Rechnung 12345678 über 476 Euro“. „Mit dieser Drohung sollen die Empfänger dazu gebracht werden, einen Dateianhang zu öffnen, der Schadsoftware auf den Computer installiert“, so Frank. Die Empfehlung der Verbraucherzentrale: Keinesfalls auf unbekannte Links klicken oder Dateianhänge von fremden Absendern öffnen.

Doch die Phishing-Attacke sei doppelt ärgerlich: Die Angeschriebenen nämlich melden sich oft verärgert bei den vermeintlichen Absendern. Diese erhalten Beschwerden, dass doch gar nichts bestellt worden sei und die Daten wohl fehlerhaft seien. Oder es wird sogar mit der Polizei gedroht. Beide – Empfänger und der scheinbare Absender der E-Mail – werden so Opfer eines Betrugsversuchs.

Wer feststellt, dass Unbefugte betrügerische E-Mails in seinem Namen versenden, sollte dringend folgende Tipps der Verbraucherzentrale beherzigen:

• Den Computer mit dem aktualisierten Virenschutzprogramm auf schadhafte Dateien überprüfen.
• Den E-Mail-Anbieter darüber informieren, dass die E-Mail-Adresse missbraucht wurde. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, Passwort und Sicherheitsfragen so zu ändern, dass Dritte sie nur schwer erraten können. Das Passwort sollte dabei aus wenigstens acht Zeichen bestehen, die Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und mindestens ein Sonderzeichen beinhalten.
• Eine Strafanzeige bei der Polizei stellen. Da die E-Mails als Beweismittel gelten, sollten diese keinesfalls gelöscht werden.