Prenzlauer Carneval Club e. V.
Narren feiern rauschende Gala-Nacht
Karneval. Die 15. Auflage der großen PCC-Stimmungsparty wird ein riesiger Erfolg. 400 Gäste bejubeln das Programm und tanzen durch den Saal.

PCC-Präsident und Stimmungsmacher
Silvio Grensing begeisterte das Publikum.
Foto: Lisa Martin
Prenzlau (lm). Mit ihrer Jubiläumsparty übertrafen sich die Prenzlauer Karnevalisten beinahe selbst. Fast 400 Besucher feierten am Sonnabend in ausgelassener Stimmung in der Uckerseehalle die 15. Gala des PCC. Im dreißigsten Vereinsjahr und im 775. Gründungsjahr der Stadt war dies ein besonderer Höhepunkt. „Und zu einem solchen wollten wir die Gala auch unbedingt werden lassen“, erzählt Präsident Silvio Grensing.

Doch als am Freitagabend der Aufbau stattfand und die Karnevalisten die Halle in eine Narrenburg verwandelten, war ihm nach Optimismus wenig zumute. „120 Karten sind bisher im Vorverkauf rausgegangen.“ Keine Bilanz, die hätte zuversichtlich stimmen können. „Aber die Prenzlauer haben uns nicht im Stich gelassen“, sah das Fazit 24 Stunden später gänzlich anders aus. In Scharen waren sie, verkleidet als Cowboy und Prinzessin, als Engel, Mönch, Räuber oder Hausfrau, als Clown oder flotte Biene, in die Uckerseehalle geströmt. „Und was das richtig Schöne war: Die Leute machten vom ersten Moment an mit“, so Grensing, der sein Glück an diesem Abend kaum fassen konnte.

Los ging die Show mit dem Einmarsch des Prinzenpaares; ihm folgen die Gastvereine. Die Geesower Schalmeienkapelle „Zur Bismarckeiche“ war dabei, der Karnevalclub Angermünde feierte mit, die Templiner Karnevalisten folgten den Narren der Gramzower Grundschule „Anna Karbe“, der Historienspektakelverein durfte nicht fehlen, und mit dem zum richtigen Zeitpunkt gesetzten Tusch verschaffte sich die Prenzlauer Big Band & friends Gehör.

Zwei der jungen Party-
time-Tänzerinnen des
PCC in Aktion.
Foto: Lisa Martin
Das Programm der Jubiläumsgala war kurzweilig, straff, mit Highlights besetzt. Da traten die Zini Minis und Kindersolo Kimi sowie die Showtanzgruppe der Minis auf, gefolgt vom lustigen „Sockentheater“ der Gramzower. Zwischendurch sorgte PCC-Präsident Silvio Grensing für Stimmung. Er weiß, was das Publikum will: „Beim Fasching geht es nicht nur um das Programm, sondern vor allem auch darum, selbst mitzumachen und in Stimmung zu kommen.“ Also ertönte der „Holzmichel“ und gab Gelegenheit, so richtig aus voller Kehle mitzusingen.

Danach gehört die Bühne Büttenredner Burkhard Koppe. Als Stadtknecht Rodinger hielt er schon mal Ausblick auf die Prenzlauer Landesgartenschau, nahm er den Kreisverkehr am „Verkehrsknotenpunkt“ Uckerpromenade auf die Schippe, erinnerte an Prenzlauer Träume wie die Schwimmhalle, Hafen und Campingplatz und verteilte kabarettistische Seitenhiebe an die Stadtspitze. Kaum hatte er die Bühne verlassen, wirbelte auch schon Solo Tini darüber hinweg; es tanzten die Fünkchen, das Männerballett ließ Tarzan Jane suchen und erinnerte an die Geschichte seiner Darbietungen in einem kostümintensiven Rückblick.

Lacher ernteten die drei Grazien vom Spektakelverein, gefeiert wurden Funkengarde und die jungen „Partytime“-Tänzerinnen ebenso wie die Gäste aus Templin, die mit ihrer Boney M.-Show für Begeisterungsstürme sorgten. Das Publikum hielt es nun nicht mehr auf den Plätzen, die erste Polonaise zog bereits durch den Saal.

Aus: Uckermark Kurier, Prenzlauer Zeitung, 16. Februar 2009
<< zurück