19. Tollenseseelauf
Favorit Shenja German wird seiner Rolle gerecht
Wettkampf. So viele Läufer wie noch nie starten
beim Marathon und den Staffeln des 19. Tollenseseelaufs.
Die Königsdisziplin gewinnt ein alter Bekannter.
Von Norman Reuter
Shenja German - Erschöpft, aber glücklich. Foto: N. Reuter
Neubrandenburg. Er war der Favorit des Wettkampfes und wurde seiner Rolle gerecht. Der 42-Jährige Shenja German vom SV Turbine Neubrandenburg hat den Marathon beim 19. Tollenseseelauf gewonnen. Nach 2 Stunden 52 Minuten und 45 Sekunden erreichte er als Erster von 144 Marathon-Läufern und -Läuferinnen das Ziel. Es war sein dritter Anlauf im Marathon rund um den Tollensesee, aber sein erster Sieg auf dieser Strecke. Bei den vorherigen Läufen hatte er einen zweiten und fünften Platz belegt.
„Was soll ich sagen? Ich bin überglücklich, dass es endlich geklappt hat“, sagte der gebürtige Sibirer nach dem Wettkampf. Erst als er auf der Zielgeraden gewesen sei, habe er gewusst, dass es mit dem Sieg über die Strecke etwas werden könne. „Es war der fünfte Wettkampf in diesem Monat und ich hatte schon etwas in den Beinen. Daher war ich nicht überzeugt, dass ich gewinne“, so German.
Jörg Knopse, Vereinsvorsitzender des SV Turbine Neubrandenburg, war sich da schon sicherer. „Bei der Durchsicht der Meldungen war ein echter Konkurrent nicht auszumachen, so dass wir optimistisch gestimmt waren. Wie sich zeigte, zurecht.“ Schnellste Frau auf der Marathon-Strecke war Britta Schulz von der HSG Uni Greifswald. Sie erreichte das Ziel nach 3 Stunden 24 Minuten und 4 Sekunden.
Insgesamt starteten beim 19. Tollenseseelauf 755 Einzelläufer in den Distanzen Marathon, Halbmarathon, zehn Kilometer im Laufen und Nordic-Walking sowie 62 Staffeln mit je vier Teilnehmern. Die jüngsten Athleten beim Wettkampf waren Vor- und Grundschüler, die beim Familien- und Schnupperlauf eine 400- und 800 Meter-Runde durch den Kulturpark drehten.
Besonders erfreulich für die Sportler war das Wetter. Bei leichtem Wind und nicht zu warmen Temperaturen konnten sie zur Höchstform auflaufen. Einer, der dies schaffte, war Alexander John. Der 38-Jährige gewann den Halbmarathon mit einem Strecken-Rekord. Nach 1 Stunde 16 Minuten und 31 Sekunden kam er durchs Ziel gelaufen. „Es lief super. Nach etwa der Hälfte der Strecke hatte ich mir einen guten Vorsprung erarbeitet und konnte diesen bis zum Schluss auch verteidigen“, so John, der für den SV Turbine Berlin an den Start ging. Die Strecke rund um den Tollensesee war für ihn jedoch kein Neuland. Er trainierte früher für den SC Neubrandenburg und nahm schon öfter am Tollenseseelauf teil. 13 Minuten nach John erreichte die schnellste Läuferin über 21 Kilometer wieder den Kulturpark. Beate Krecklow vom Greifswalder SV 04 zeigte sich mit ihrer Leistung zufrieden. „Ich hatte mein Tempo und konnte vorne weg laufen“, sagte die 38-Jährige.
Kurios ein Vorfall beim Staffel-Lauf der Männer: Es siegten die neu.sw–Triathleten. Mit ihrem Erfolg hatte man aber zwischenzeitlich nicht mehr gerechnet, da es Probleme bei der Staffelübergabe gab. Doch der Rückstand konnte wieder aufgeholt werden. Beim 10-Kilometer-Lauf die Nase vorne hatten der Russe Alexey Smirnow und Laétitia Merah aus Villejuif.
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Fotos vom 19. Tollenseseelauf finden Sie hier:

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