Trabant- und Ostfahrzeugtreffen in Brüssow

Benzingespräche der Rennpappenliebhaber
Über 200 Ostalgie-Freunde zog es am Wochenende nach Brüssow. Mit ihren Zwei- und vierrädrigen Raritäten lockten sie am Sonnabend zahlreiche Schaulustige an. Bei der Fahrzeugbewertung standen die Autos schon am Morgen nacheinander aufgereiht – jeder Teilnehmer buhlte um die Gunst der Jury. Fotos (2): Katja Müller
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Spezialisten. Über 200 Freunde der kultigen Zweitakter präsentieren ihre Autos beim Brüssower Trabant- und Ostfahrzeugtreffen.

Von Katja Müller

Brüssow. Zweitakter-Duft liegt in der Luft. Dies galt zumindestens für das Areal rund um den Brüssower Campingplatz. Mehr als 200 Liebhaber von Ostfahrzeugen fanden sich hier allein am Sonnabend ein, um zu schauen und zu fachsimpeln. Doch nicht nur aus der näheren Umgebung hatten sich die Fahrer von Trabi und Co auf den Weg nach Brüssow gemacht. Einige kamen aus Zwickau, Berlin, und Rostock. Ein Zuspruch, der die Trabant- und Ostfahrzeug-Freunde Uckermark, die das 15. Treffen in Brüssow organisiert haben, zufrieden stimmte. Doch nicht nur die Liebhaber der Rennpappen kamen in Brüssow auf ihre Kosten: Die Brüssower Alttechnikfreunde hatten sich für das Treffen angemeldet und brachten einen Traktor Marke Eigenbau und einen Framo mit.

Für Kurzweil sorgten zahlreiche Wettkämpfe. Vom Anlasserstämmen über das Ossi-Quiz bis hin zum Kofferraumpacken hatte man die Wahl. Einige nutzten die von Daniel Pohl organisierte Erkundungsfahrt für einen Ausflug in die Umgebung. Neben Benzingesprächen bis in die Nacht hinein, wurde ebenso lange auch gefeiert. Weit bis ins Bett hatten es die Zweitakt-Fans ja nicht. In der kleinen Trabant- und Wartburggemeinde hatten die von weither Angereisten ihre Zelte auf der Festwiese oder auf dem Trabidach aufgeschlagen. Einige konnten sogar auf den Klappfix QEK Junior zurückgreifen, wie Familie Fischer aus Angermünde. „Unsere Sammlung ist komplett. Leider hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Matratze in unserer ,Pension Sachsenruh‘ ist quatsch nass, aber wir nehmen es mit Humor“, sagte Dirk Fischer.

Olaf Hayn ist der Pechvogel des diesjährigen Treffens. Am Anreisetag reparierte er einen Motorschaden und einen geplatzten Reifen.
Weniger amüsant war das Wochenende für Olaf Hayn. Der Eberswalder hat es nach 13 Jahren zum ersten Mal zu einem Treffen geschafft. „Kurz vor Brüssow gab der Motor meines Wartburgs den Geist auf. Hinzu kam ein platter Reifen an unserem Anhänger“, erzählte er. Den Sonnabendvormittag verbrachte er mit dem Einbau eines neuen Motors. „Den haben wir von zu Hause geholt“, fügte er hinzu. Von dem Malheur hatte er sich schnell wieder erholt. „Es läuft eben nicht alles glatt. Zum Glück kann man sich bei diesen Bautypen schnell selbst helfen.“


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