11. Unternehmerball der Uckermark
Damen strahlen mit Kerzen um die Wette


Stefan Zierke, Geschäftsführer der tmu,
wirbelte beim 11. Unternehmerball in Prenz-
lau mit Frau Sandra pausenlos übers Par-
kett und nötigte selbst ausgesprochenen
Tanzmuffeln bewundernde Blicke ab.
Fotos: Oliver Spitza/Claudia Marsal


Glamour. Kaum zu glauben, was man aus
der nüchternen Uckersee-
halle alles machen kann. Hotelchef und Caterer Kai Frodl tauchte sie in ein Hollywoodflair.

Von Claudia Marsal und
Oliver Spitza

Prenzlau. Gemeinhin schickt es sich nicht, bei einem Galabüfett ständig Nachschlag zu holen. Den Gästen des 11. Ucker-
märkischen Unter-
nehmerballs indes blieb am Samstag gar nichts anderes übrig, wenn sie denn satt werden wollten. Denn der Caterer, das Hotel Uckermark, hatte ganz bewusst Miniportiönchen kreiert, um allen die Chance zu geben, auch ja von jeder Köstlichkeit zu probieren.

Wer schlau war, traute sich das. Auch nur eins der insgesamt
40 ausgefallenen Gerichte auszulassen, wäre wirklich jammerschade gewesen. „Gemüsestrudel mit Tomatenemulsion, Brust vom Uckermärker Weideochsen in Meerettichsoße, Sauenfilet unter der Rauke-Roquefortkruste, vergrabener Connemaralachs mit Honig-Senf-Dillsoße, Catfish an Asiagemüse, kalt geräucherte Entenbrust...“ – die Karte las sich nicht nur wie „Fünf Sterne“, sondern wurde dann auch auf dem Teller allen Erwartungen gerecht.

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„Engel und Teufel“ – auch
Winniefred Blum (rechts) und
Stephanie Schilling begegnete
man beim Unternehmerball.
Sie waren Teil des Pro-
gramms und sollten auf das
nächste Historienspektakel
in der Kreisstadt einstimmen.

Brigitte Gerlach, Gattin des langjährigen PCK-Chefs und Kreistagsvorsitzenden Hans-Otto Gerlach, beispielsweise holte ein ums andere Mal nach, „weil es ausgesprochen köstlich schmeckt“. Ihr Lob dürfte einiges wert sein, schließlich gelten die Gerlachs als ausgesprochene Gourmets, die auch in der heimischen Küche, wo in der Regel er am Herd steht, ausgefallene Speisen zubereiten. Auch Linda Galfe und Mandy Quass – zwei zierliche Größe 34 (geschätzt)-Trägerinnen häuften sich wiederholt Nachschlag auf.

„Wir können gar nicht sagen, was am leckersten schmeckt, alles!!!“, schwärmten die beiden attraktiven Prenzlauerinnen, keinen Gedanken daran verschwendend, dass vielleicht das eine oder andere Kalorienchen auf den Hüften landen dürfte. Akute Gefahr bestand diesbezüglich auch nicht, schenkt man Hotelchef Kai Frodl Glauben, der mit dem etwas anderen, leichten Büfett bewusst das Risiko eingegangen war, die Schnitzel-gewohnten Uckermärker zu überraschen: „Es ist ein Versuch, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ein Ball wie der heutige mehr verdient als Braten mit Sauerkraut“.

Das Tellerklappern bis in den frühen Morgen hinein dürfte Musik in seinen Ohren gewesen sein. Und nicht nur beim Essen wusste das 40-köpfige Team des Hotel Uckermark zu brillieren. Auch in punkto Deko punktete Frodls Truppe satt. Schon die Idee, den eher nüchternen Eingang zur Uckerseehalle mit einem kerzen- und buchsbaumgesäumten „Roten Teppich“ zu schmücken, wurde sofort honoriert. „Man fühlt sich hier ja wie bei der Oscar-Verleihung“, wisperten vor allem die Damen, die – eine schöner als die andere – am Arm ihrer Männer durch die Empore schritten. Sie wiederum gaben in ihren festlichen Kleidern der Halle zusätzlichen Glanz.


Die Cocktails von der Bar
sorgten von Anfang an für
lockere Stimmung.

Neben dem immer trendigen Schwarz hatten etliche Kleid-Trägerinnen auch auf Buntes gesetzt. Fotografin Viola Kücken beispielsweise wehte in einem pinken Meerjungfrauentraum herein. „Das habe ich ihr ausgesucht auf einer Messe in Holland“, verriet der stolze Ehemann Gerd Kücken. Obwohl schon 20 Jahre miteinander verheiratet, konnte er an diesem Abend kaum die Augen von seiner wunderschönen Balldame lassen. Auch ihre Schwester, Geschäftsfrau Ricarda Giard, hatte sich in Schale geschmissen, erschien mit Hochsteckfrisur und Goldlamèe.

Im schulterfreien Grünen zog die Schwedter Unternehmerin Claudia Hinz viele Blicke auf sich, auch das rückenfreie Gewand von Allianz-Vertreterin Grit Keydel hatte es in sich, nicht zu vergessen die tief dekolletierten Mieder von Iris und Karina Beetz, Ladeninhaberinnen aus Prenzlau. Für den Schwedter Unternehmer Dirk Bismar dürfte seine Partnerin Britta Kadereit, gewandet in schmeichelndes Lachs, die Schönste gewesen sein, tmu-Chef Stefan Zierke wiederum konnte die Augen kaum von seiner Gattin Sandra lassen, drehte mit ihr die mit Abstand perfektesten Runden auf dem Parkett. Irgendwen vergessen?

Natürlich, die meisten Gäste sind noch unerwähnt, aber sie alle dürften längst schon daheim ausgewertet haben, wer oder was das Schönste, Beste, Unterhaltsamste an diesem Abend war. Fakt ist, dass sich die Unternehmerschaft der Uckermark schon lange nicht mehr so dynamisch und optimistisch präsentiert hat. Das fiel selbst dem Stargast des Balls, Ministerpräsident Matthias Platzeck auf, der im Podium mit Unternehmervereinigungschef Siegmund Bäsler an die Anwesenden appellierte, sich weiter auf ihre Stärken zu besinnen. „Dann werden Sie auch die jetzige Situation meistern“.
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