| 11. Unternehmerball der Uckermark | ||||||||||||
| Damen strahlen mit Kerzen um die Wette | ||||||||||||
Glamour. Kaum zu glauben, was man aus der nüchternen Uckersee- halle alles machen kann. Hotelchef und Caterer Kai Frodl tauchte sie in ein Hollywoodflair. Von Claudia Marsal und Oliver Spitza Prenzlau. Gemeinhin schickt es sich nicht, bei einem Galabüfett ständig Nachschlag zu holen. Den Gästen des 11. Ucker- märkischen Unter- nehmerballs indes blieb am Samstag gar nichts anderes übrig, wenn sie denn satt werden wollten. Denn der Caterer, das Hotel Uckermark, hatte ganz bewusst Miniportiönchen kreiert, um allen die Chance zu geben, auch ja von jeder Köstlichkeit zu probieren. Wer schlau war, traute sich das. Auch nur eins der insgesamt 40 ausgefallenen Gerichte auszulassen, wäre wirklich jammerschade gewesen. „Gemüsestrudel mit Tomatenemulsion, Brust vom Uckermärker Weideochsen in Meerettichsoße, Sauenfilet unter der Rauke-Roquefortkruste, vergrabener Connemaralachs mit Honig-Senf-Dillsoße, Catfish an Asiagemüse, kalt geräucherte Entenbrust...“ die Karte las sich nicht nur wie „Fünf Sterne“, sondern wurde dann auch auf dem Teller allen Erwartungen gerecht.
„Wir können gar nicht sagen, was am leckersten schmeckt, alles!!!“, schwärmten die beiden attraktiven Prenzlauerinnen, keinen Gedanken daran verschwendend, dass vielleicht das eine oder andere Kalorienchen auf den Hüften landen dürfte. Akute Gefahr bestand diesbezüglich auch nicht, schenkt man Hotelchef Kai Frodl Glauben, der mit dem etwas anderen, leichten Büfett bewusst das Risiko eingegangen war, die Schnitzel-gewohnten Uckermärker zu überraschen: „Es ist ein Versuch, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ein Ball wie der heutige mehr verdient als Braten mit Sauerkraut“. Das Tellerklappern bis in den frühen Morgen hinein dürfte Musik in seinen Ohren gewesen sein. Und nicht nur beim Essen wusste das 40-köpfige Team des Hotel Uckermark zu brillieren. Auch in punkto Deko punktete Frodls Truppe satt. Schon die Idee, den eher nüchternen Eingang zur Uckerseehalle mit einem kerzen- und buchsbaumgesäumten „Roten Teppich“ zu schmücken, wurde sofort honoriert. „Man fühlt sich hier ja wie bei der Oscar-Verleihung“, wisperten vor allem die Damen, die eine schöner als die andere am Arm ihrer Männer durch die Empore schritten. Sie wiederum gaben in ihren festlichen Kleidern der Halle zusätzlichen Glanz.
Im schulterfreien Grünen zog die Schwedter Unternehmerin Claudia Hinz viele Blicke auf sich, auch das rückenfreie Gewand von Allianz-Vertreterin Grit Keydel hatte es in sich, nicht zu vergessen die tief dekolletierten Mieder von Iris und Karina Beetz, Ladeninhaberinnen aus Prenzlau. Für den Schwedter Unternehmer Dirk Bismar dürfte seine Partnerin Britta Kadereit, gewandet in schmeichelndes Lachs, die Schönste gewesen sein, tmu-Chef Stefan Zierke wiederum konnte die Augen kaum von seiner Gattin Sandra lassen, drehte mit ihr die mit Abstand perfektesten Runden auf dem Parkett. Irgendwen vergessen? Natürlich, die meisten Gäste sind noch unerwähnt, aber sie alle dürften längst schon daheim ausgewertet haben, wer oder was das Schönste, Beste, Unterhaltsamste an diesem Abend war. Fakt ist, dass sich die Unternehmerschaft der Uckermark schon lange nicht mehr so dynamisch und optimistisch präsentiert hat. Das fiel selbst dem Stargast des Balls, Ministerpräsident Matthias Platzeck auf, der im Podium mit Unternehmervereinigungschef Siegmund Bäsler an die Anwesenden appellierte, sich weiter auf ihre Stärken zu besinnen. „Dann werden Sie auch die jetzige Situation meistern“. |
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