Pippi Langstrumpf erobert Neustrelitzer Freilichbühne

Neustrelitz (fw). Viel, viel Applaus gab es nach der Premiere am Abend des 12. Juni 2010 für die Akteure, die gerade “Pippi Langstrumpf” auf die Bühne im Neustrelitzer Schlosspark gezaubert hatten. Das hatte sich das junge Ensemble von der Berliner Schule für Schauspielkunst auch wirklich verdient. Die Akteure spielten und rannten, sie sangen und tanzten, sie schlugen Rad und Purzelbaum, was das Zeug hielt. Allen voran die sympathische Luise Kinner, die eine überzeugende Pippi gab ein keckes Mädchen, das wohl auch Astrid Lindgren gefallen hätte: frech, locker, mit einem flotten Mundwerk ausgestattet und sich natürlich nie an Anweisungen der Erwachsenen haltend. Lebend nach dem Motto: “Tu doch, was Du willst!”
Doch die Handlung war einfach zu überfrachtet, selten ließ die Dramaturgie den Schauspielern Raum und Zeit zum Geschichtenerzählen. Die schnellen Wechsel von Szene zu Szene entsprachen bedauerlicherweise der Bilderflut, der sich die Generation Internet ohnehin permanent aussetzt. Weniger wäre hier einfach mehr gewesen!
Trotzdem gab es immer wieder Beifall auf offener Szene. Und das von Sabine Pommerening verantwortete und in den eigenen Theaterwerkstätten gefertigte Bühnenbild war wie die gesamte phantasievolle Ausstattung eine Wucht.
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Die Villa Kunterbunt ist phantasievoll nachgebildet
Foto: Frank Wilhelm
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