| Mit der Kamera unterwegs in der Natur | ||||||||
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Blende. Leser unserer Zeitung sind Preisträger im bundesweiten Zeitungsleser-Fotowettbewerb. Bei der Übergabe der Gewinne bleibt die Fachsimpelei nicht aus. Von Rita Hidde Neubrandenburg. Hat vielleicht jemand seinen Fotoapparat dabei? - Ein leichtes Nicken, ein verschmitzter Blick, ein ganz selbstverständlicher Griff in die abgestellte Umhängetasche. Welche Frage für die Neubrandenburgerin Kerstin Enderlein, Kristin Thormann aus Torgelow und Frank Burchett aus Waren. Für die drei Hobbyfotografen gehört die Kamera einfach dazu, wenn sie unterwegs sind. Alle drei Leser unserer Zeitung sind Preisträger im bundesweiten Leserfotowettbewerb "Blende 2008" . Ihre Aufnahmen zählen zu den besten der 64 000 Bilder, die im vergangenen Jahr zur "Blende" eingereicht wurden, allein über 3300 bei unserer Zeitung. Insgesamt hatten sich Leser von 57 Zeitungen an diesem Ausscheid, dem größten Fotowettbewerb in Europa beteiligt. Während einer kleinen Feierstunde im Hause des Kurierverlags überreichte Nordkurier-
Und auch dabei klickte immer wieder der Auslöser am Fotoapparat von Frank Burchett. Mit seinem Bild "Eisvogel mit Fisch" war er bei dieser 34. Auflage des "Blende" - Bundeswettbewerbs erfolgreich. Natur und Tiere zu fotografieren, sei viele Jahre sein wichtigstes Thema gewesen, erzählte der 45-jährige Bauleiter. Jetzt wähle er mehr und mehr Menschen als Motiv. Die sind seiner Meinung nach aber schwerer zu fotografieren als Tiere, meinte er. Auch weil sich jeder anders sehe und sich dann mitunter auf dem Bild nicht gefalle. Tierfotografie hingegen brauche viel Geduld und nicht weniger Vorbereitung - auch in der freien Natur, erklärte er. Man müsse wissen, wo man die Motive findet und wann man sie mit der Kamera einfangen kann. 60 bis 70 Prozent seiner Wochenenden verbringe er mit dem Fotografieren. Seine Leidenschaft dafür wurde bereits im Kindesalter geweckt, wie sich Frank Burchett erinnert. Vater und Cousins hatten ihn "angesteckt". Von dem Geld, das er zur Jugendweihe geschenkt bekam, habe er sich seine erste Spiegelreflexkamera gekauft. Im Bad der Neubauwohnung habe er sich eine Dunkelkammer eingerichtet und den Raum ständig blockiert. Mit seinen Cousins zog er los, um Vögel zu beobachten - und zu fotografieren. Und gleich kommt es zu einer kleinen Fachsimpelei. Den Eisvogel für sein "Blende"-Foto habe er mit einem 85er-Objektiv aufgenommen, erklärt Frank Burchett auf Nachfrage von Kerstin Enderlein. Die ist erstaunt. "So nah? Ich dachte, die Vögel sind so scheu" , sagt sie. Der 30-jährigen Neubrandenburgerin verhalf ihr Bild "Blau in Blau - ein Tropfen ins Blaue" zum "Blende" -Glück. Dafür habe sie lange herumexperimentiert, erzählt sie. Auch sie ist viel in der Natur unterwegs, um interessante Motive zu entdecken. Doch sie fotografiert genauso gern Architektur oder Menschen. Für Landschaftsfotos brauche man auch immer Glück mit dem Wetter und dem Licht, weiß sie. Doch wenn es damit nicht klappe, bleiben ihr stets die Erinnerungen an schöne Erlebnisse, sagt Kerstin Enderlein. Ihre erste Kamera erhielt sie zum Diplom, sie studierte Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre. Die Neubrandenburgerin ist so begeistert von ihrem Hobby, dass sie es gern zu ihrem Beruf machen möchte. Auf jeden Fall habe sie damit schon viele Kontakte zu anderen Menschen gefunden - und zwar weltweit. "Durch die Fotografie haben wir schon ganz viele Menschen nach Mecklenburg-Vorpommern gelockt, auch aus anderen Teilen Deutschlands" , stellt sie fest.
Und am meisten fasziniert ist sie von Schmetterlingen. So ist es nicht verwunderlich, dass so ein Falter denn auch auf ihrem "Blende" -Bild zu sehen ist. Oft gehe sie gemeinsam mit ihrem Vater auf Foto-Pirsch, erzählt sie. Der habe sie für die Fotografie begeistert. Wie sie warte auch er immer schon gespannt, welches "Blende" -Thema als nächstes ausgeschrieben wird. In unserer Zeitung startet der Wettbewerb in diesem Jahr zum 15. Mal. Das Thema allerdings wird erst im Juni verraten. Frank Burchett sieht das eher gelassen. Er hat etwa 30 000 bis 40 000 Bilder in seinem Archiv, wie er erklärt. Und an neuen Ideen mangelt es ihm nicht. "Da gibt es so viele Motive, die noch fehlen" , sagt er. Eine Menge Vorstellungen habe er im Kopf, die er fotografisch umsetzen möchte. Seine Devise: Am meisten Motive sieht man, wenn man zu Fuß unterwegs ist, etwas weniger, wenn man mit dem Fahrrad fährt. Und mit dem Auto sieht man gar nichts. Den Fotoapparat hat er dennoch immer dabei. |
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