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Böse Überraschung für VfB-Elf im Templiner Stadion

VonBurkhard BockDas hätte niemand getippt. Die Fußballer des VfB Gramzow verlieren beim Landesklasseletzten 2:4.Templin.„Und sie können es doch noch“, ...

Martin Witt (Nr. 10) kann Sören Seethaler vom Ball trennen, Christian Leppin kann danach eingreifen.  FOTO: B. Bock

VonBurkhard Bock

Das hätte niemand getippt. Die Fußballer des VfB Gramzow verlieren beim Landesklasseletzten 2:4.

Templin.„Und sie können es doch noch“, freuten sich Templiner Anhänger, die dieses uckermärkische Landesklassederby verfolgten. Nach dem Debakel in Mühlenbeck gewann Victoria II dieses Nachholspiel unverhofft und obendrein sicher 4:2.
Auch wenn die Gäste total enttäuschten – der Sieg der Templiner war verdient. Doch am Tabellenbild und den Aussichten der Templiner – noch acht Spiele, aber 12 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer – änderte das nichts. Beide Teams gingen mit Besetzungsproblemen ins Spiel. Die Templiner hatten Akteure aus ihrer Dritten dabei, beim VfB fehlten auch Stammspieler.
Schon der erste Angriff hätte für Victoria II zum Erfolg führen müssen. Nach Freistoß stand Felix Höhne im Strafraum total frei und hatte alle Zeit der Welt. Doch er vergab diese Chance überhastet (1.). Die Gäste zeigten im Abwehrverhalten große Schwächen. Denn beim 1:0 halfen Abwehr und Torwart tatkräftig mit, als man sich nicht einig war. Nutznießer war Rene Schönherr, der die Templiner Führung erzielte (19.). Kurz darauf hätte er einen weiteren Treffer erzielen müssen, reagierte aber auch zu überhastet. Das Bemühen bei den Templinern um ein gutes Spiel war deutlich. Immer wieder suchten sie das Spiel über die Flügel. Dort waren Rene Schönherr oder Johannes Fink anspielbereit. Die Gramzower dagegen kamen zu keinem geordneten Spiel, dem zudem auch die Bewegung fehlte. So fiel bald das 2:0 (30.). Beim Freistoß von der linken Strafraumecke zirkelte Johannes Fink das Leder über die Mauer ins Tor. Auf der Gegenseite hatte Sören Seethaler mit einem Freistoß eine Möglichkeit, scheiterte aber am gut reagierenden Jakob Zurell (32.). Als dann ein weiter Abschlag von Zurell Schönherr erreichte, köpfte dieser den Ball über den herausstürzenden Michael Schulz zum 3:0 (34.) ein. Damit hatte nun wirklich keiner gerechnet.
In Halbzeit zwei erhöhten beide Mannschaften das Tempo. Aber es erwischte den VfB kalt. Johannes Fink traf zum 4:0 (49.), als Michael Schulz und Felix Grapentin nicht energisch einschritten. Mit dem 4:1 durch Felix Andres (52.), gelang den Gästen ein erster Erfolg.
Möglichkeiten gab es danach auf beiden Seiten. Kapischke und Schönherr für Templin II, Seethaler für den VfB. Durch ein Foulspiel von Michael Schulz an Martin Witt – der Torwart kam ungestüm herausgestürzt – dezimierten sich die Gäste zudem. Schulz sah die rote Karte (79.).
Die Templiner verwalteten den Vorsprung. Erst mit der letzten Aktion, ein Freistoß für Gramzow, erzielten die Gäste einen weiteren Treffer. Matthias Schröder-Roland traf von der Strafraumgrenze zum 4:2 (90.).