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100 neue Arbeitsplätze in Wittenberge

Die Prignitz hat sich zuletzt wirtschaftlich gut entwickelt. Nun kommt noch ein neuer Investor hinzu.

2017 soll die Produktion von Brandschutzrohren in Wittenberge beginnen.
MV Pipe Technologies/dpa 2017 soll die Produktion von Brandschutzrohren in Wittenberge beginnen.

Der Spezialist für Brandschutzrohre, MV Pipe Technologies GmbH, baut in Wittenberge (Prignitz) ein neues Werk. 2017 solle die Produktion in dem neu gegründeten Tochterunternehmen der Minimax Viking Gruppe (Bad Oldesloe) starten, sagte Unternehmenssprecherin Angela Obermaier. In der Anfangsphase rechnet das Unternehmen mit 60 neuen Arbeitsplätzen. Später sollen es rund 100 sein. Nach Angaben der Zukunftsagentur Brandenburg ist mit dem neuen Werk eine Investitionssumme von insgesamt rund 37 Millionen Euro verbunden.

In den vergangenen drei Jahren siedelten sich in Wittenberge bereits der Dämmplatten-Hersteller Austrotherm und das Mischfutterwerk Bröring an.

Bei MV Pipe werde erstmals ein neuartiges Verfahren eingesetzt, das Löschwasserleitungen besser vor Korrosion schütze, sagte Obermaier. „Der Bedarf an Brandschutzsystemen und damit an entsprechenden Rohren steigt derzeit enorm“, sagte sie. Zudem sei am Standort in Wittenberge auch ein eigenes Blockheizkraftwerk geplant. Die Produktion solle damit weniger abhängig von der öffentlichen Energieversorgung sein.

Die Wurzeln der Minimax Viking Gruppe mit Sitz im schleswig-holsteinischen Bad Oldesloe reichen zurück bis 1902. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 8000 Mitarbeiter. Hergestellt werden Brandmelde- und Feuerlöschsysteme für Automobilwerke, Kraftwerke, Logistikzentren, Büro- und Verwaltungsgebäude.