Streik geht weiter:

13 Kitas in Eberswalde am Freitag geschlossen

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Erzieherinnen rund zehn Prozent mehr Geld. Es droht eine unbefristete Fortsetzung des Arbeitskampfes.

Den Streikenden geht es um die Eingruppierung in eine höhere Gehaltsgruppe.
Ralf Hirschberger Den Streikenden geht es um die Eingruppierung in eine höhere Gehaltsgruppe.

Hunderte Kitas in elf Brandenburger Landkreisen waren am Mittwoch wegen Streiks der Erzieherinnen dicht. Rund 1000 Mitarbeiterinnen kommunaler Kitas hätten die Arbeit niedergelegt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Betroffen waren die Kreise Uckermark, Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Barnim und Oberspreewald-Lausitz. Hinzu kamen Erzieherinnen aus 35 Kitas im Kreis Dahme-Spreewald. Heute sollen auch Einrichtungen in Hoppegarten (Märkisch-Oderland) und im Kreis Oder-Spree einbezogen werden.

„Die Streiks werden unbefristet fortgesetzt, bis die Arbeitgeber ein annehmbares Angebot vorlegen“, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Erich Mendroch. Heute kämen die Kommunalen Arbeitgeberverbände in Frankfurt/Main zu Beratungen zusammen. „Je nach Ergebnis werden wir dann entscheiden, wie es kommende Woche weitergeht“, sagte Mendroch.

In Eberswalde (Barnim) bleiben alle 13 kommunalen Kindertagesstätten an diesem Freitag, dem 27. Mai, geschlossen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Eine Notbetreuung könne nicht organisiert werden. Die Kommune bat die Eltern um Verständnis: „Uns ist bewusst, dass die Eltern an ihre Belastungsgrenze stoßen“, sagte Bildungsdezernent Bellay Gatzlaff. Die Stadt hoffe, dass der Kommunale Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft schnellstmöglich einen Kompromiss erzielen. Am Donnerstag seien alle Kitas geöffnet, doch nicht bei voller Personalstärke.