Verdacht auf Drogen:

20-Jähriger in den Tod gestürzt

Der Jugendbetreuer verunglückte bei einem nächtlichen Versteckspiel in einem Abbruchhaus.

Die Polizei hat bei dem Toten eine verdächtige Substanz gefunden.
Roland Weihrauch Die Polizei hat bei dem Toten eine verdächtige Substanz gefunden.

Bei einem nächtlichen Versteckspiel in einem Abbruchhaus in Brandenburg ist ein 20-jähriger Jugendbetreuer vom Dach gestürzt und ums Leben gekommen. Der junge Mann sei auf dem Gelände einer Jugendbegegnungsstätte in Joachimsthal (Barnim) mit acht Kollegen nachts in ein gesperrtes früheres Schulgebäude eingedrungen, berichtete Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß am Freitag. Kurz nach Mitternacht stürzte der 20-Jährige vom Dach des dreigeschossigen Gebäudes. Er wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Berliner Unfallkrankenhaus geflogen. Dort starb er einige Stunden später.

Die Polizei prüft nun, ob bei dem Unfall Drogen im Spiel waren. „Wir haben in einer Hosentasche des jungen Mannes ein Tütchen mit einer Substanz gefunden, die darauf hindeutet“, sagte Cotte-Weiß. Dies müsse aber noch untersucht werden.

Die Ermittler rätseln noch, wie die jungen Männer in das zugenagelte Abbruchhaus eindringen konnten. „Entweder könnten sie das möglicherweise durch ein Kellerfenster geschafft haben, oder sie sind über den Blitzableiter in eine obere Etage geklettert, wo es keine Fensterscheiben mehr gibt“, sagte die Sprecherin. Dazu sollen die Beteiligten befragt werden.