Noch im Jahr 2015:

420 neue Erzieherinnen werden eingestellt

Die Landesregierung stellt Geld bereit, damit die Pädagogen in den Kitas weniger Kinder pro Fachkraft betreuen müssen.

Der Betreuungsschlüssel in den Kitas soll verbessert werden.
Waltraud Grubitzsch Der Betreuungsschlüssel in den Kitas soll verbessert werden.

Ein besserer Betreuungsschlüssel in Brandenburgs Krippen und Kitas ist auf dem Weg. Das rot-rote Kabinett beschloss bei seiner Sitzung am Dienstag in Potsdam einen Gesetzentwurf, nach dem noch in diesem Jahr fast 420 Erzieherinnen für die Krippenkinder unter drei Jahren eingestellt werden sollen. Im kommenden Jahr werden noch einmal knapp 500 Erziehrinnen hinzukommen. Danach muss sich eine Kindergärtnerin im Krippenbereich nur noch um fünf statt um sechs Kinder kümmern.

Ab 2017 sollen zudem weitere rund 500 Stellen im Bereich für die drei- bis sechsjährigen Kindergartenkinder geschaffen werden, um das dortige Verhältnis von eins zu zwölf auf eins zu elf zu verbessern. Die gesamten Mehrkosten werden ab 2018 auf mehr als 70 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe trägt das Land.

Eltern können sich zudem auf mehr Möglichkeiten der Beteiligung freuen. Auf Kreis- und auch auf Landesebene sollen künftig Elternbeiräte gewählt werden dürfen. Dem Gesetzentwurf muss noch der Landtag zustimmen. Brandenburg gehört bislang im bundesweiten Vergleich zu den Schlusslichtern beim Personalschlüssel in den Krippen und Kitas. Beitragsfreiheit für Eltern von Kleinkindern, wie von einer Elterninitiative in der Mark gefordert, wird es aber auch nicht geben.