Minister persönlich überreicht Führerschein:

50 000. Führerschein mit 17 in Brandenburg überreicht

Die Unfallzahlen bei Fahranfängern im Alter zwischen 17 und 25 Jahren sind seit 2006 deutlich zurückgegangen.

Den Führerschein mit 17 gibt es schon seit 2006.
Jens Wolf Den Führerschein mit 17 gibt es schon seit 2006.

Brandenburg hat mit dem Führerschein mit 17 Jahren gute Erfahrungen gemacht. Verstöße gegen die Regeln sind nach Angaben von Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) gering. Am Montag überreichte er in Potsdam die 50 000. Bescheinigung an eine junge Frau aus Werder. „Ich freue mich, dass das begleitete Fahren mit 17 so gut ankommt“, sagte Vogelsänger. Seit dem Start im Jahr 2006 sind laut Ministerium jährlich bis zu 8000 derartige Führerscheine ausgestellt worden. Die Technische Prüfstelle der DEKRA Dresden befürwortet das Projekt. „Die jungen Leute wollen es, die Eltern unterstützen es und die Unfallzahlen sinken“, so Chef Roland Krause.

Laut Ministerium haben sich die Unfallzahlen bei den Fahranfängern im Alter zwischen 17 und 25 Jahren positiv entwickelt: Seit 2006 sank die Zahl der Unfallverletzten in dieser Altersgruppe von 3400 auf zuletzt 1900 im Jahr 2012, die Zahl der jährlich Getöteten ging in diesem Zeitraum sogar von 72 auf 31 zurück.

Dieser Rückgang ließ die gesamte Unfallstatistik des Landes aber nur begrenzt besser aussehen: Nach Ministeriumsangaben wurden von Januar bis Oktober 2013 landesweit 149 Verkehrstote aus allen Altersgruppen gezählt. Das waren immerhin etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Für das begleitete Fahren können Jugendliche bereits mit sechzehneinhalb Jahren in die Fahrschule gehen und ab dem 17. Lebensjahr die Führerscheinprüfung ablegen. Wenn sie die Prüfung bestehen, können sie anschließend in Begleitung eines mindestens 30 Jahre alten Erwachsenen, der seit fünf Jahren den Führerschein besitzt, in ganz Deutschland Auto fahren.