Polizei dreist belogen:

54-Jähriger schießt sich selbst an

Ein Mann aus Bergfelde hat sich in gehörige Schwierigkeiten gebracht. Wenige Wochen nach einem lebensgefährlichen Angriff auf ihn, kam heraus, dass er seiner Fantasie zu sehr freien Lauf ließ.

Die Mordkommission, ein Fährtenhund und die Staatsanwaltschaft versuchten durch die Lüge einen Fall aufzuklären, den es gar nicht gab.
Patrick Seeger Die Mordkommission, ein Fährtenhund und die Staatsanwaltschaft versuchten durch die Lüge einen Fall aufzuklären, den es gar nicht gab.

Ein 54-Jähriger war am 22.  Januar in ein Krankenhaus eingeliefert worden, weil er in einem Wald angeschossen worden war. Die Verletzung am Bauch war lebensgefährlich. An diesem Abend hatte die Polizei den angeblichen Schützen wegen des versuchten Tötungsdeliktes gesucht, einen Fährtenhund eingesetzt und um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten – vergeblich, beziehungsweise: kein Wunder.

Es gab nie einen Schützen, hieß es von der Polizei am Mittwoch. Der 54-Jährige hat sich versehentlich selbst angeschossen, als er mit einer Wühlmausfalle hantiert hatte. Doch erst nachdem Staatsanwaltschaft und Mordkommission dem Mann ihre Zweifel und Ermittlungsergebnisse vortrugen, räumte der 54-Jährige sein Missgeschick im Verhör ein. Jetzt wird weiter ermittelt, diesmal gegen den 54-Jährigen wegen des Vortäuschens einer Straftat.

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