Archäologen stellen Fund vor:

8000 Jahres altes Babygrab in der Uckermark entdeckt

Archäologen sind in Groß Fredenwalde auf ein faszinierendes Zeugnis der mittleren Steinzeit gestoßen: Es gibt vermutlich in ganz Mitteleuropa keinen Friedhof, der älter ist.

Das Baby wurde in der mittleren Steinzeit bestattet.
Violetta Kuhn Das Baby wurde in der mittleren Steinzeit bestattet.

Deutschlands möglicherweise ältester Friedhof ist in Brandenburg entdeckt worden. Der Fund ist das überraschende Ergebnis neuer Grabungen bei Groß Fredenwalde in der Uckermark, wie das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und das Archäologische Landesmuseum am Donnerstag in Berlin mitteilten.

Schon im Jahr 1962 waren dort auf einem Berg Überreste einer ungewöhnlichen, etwa 8000 Jahre alten Bestattung entdeckt worden. Bei einer Nachgrabung konnten nun überraschend weitere Gräber im Umfeld freigelegt werden. Sie sprächen dafür, dass um 6400 vor Christi auf dem Weinberg Deutschlands ältestes Gräberfeld angelegt wurde. Zutage kamen außergewöhnliche Bestattungsriten. So wurde ein junger Mann offenbar stehend bestattet. Dieser Fund ist den Angaben zufolge etwa 7000 Jahre alt und einzigartig in Mitteleuropa.